So., 19.01.2014

Schüler am Gymnasium Nottuln entscheiden selbst Projekt „Schülerhaushalt“ in den Startlöchern

Insgesamt 3000 Euro stehen den Schülern des Gymnasiums Nottuln für das Projekt „Schülerhaushalt“ zur Verfügung. 

Insgesamt 3000 Euro stehen den Schülern des Gymnasiums Nottuln für das Projekt „Schülerhaushalt“ zur Verfügung.  Foto: Ludger Warnke

Nottuln - 

Neue Kicker für die Pause? Sonnenschirme für den Schulhof? Ein Getränkeautomat? Oder doch lieber neue Computer und Tablets für den Unterricht? Am Gymnasium Nottuln werden die 503 Schüler demnächst über diese und ähnliche Vorschläge selbst entscheiden können.

Von Ludger Warnke

In diesem Frühjahr führt die Schule das Projekt Schülerhaushalt durch. 3000 Euro stehen dafür zur Verfügung. Den Zeitplan besprachen am Donnerstag Schulleiter Holger Siegler , sein Stellvertreter Ralf Cyrus und Beigeordneter Klaus Fallberg von der Gemeinde.

Die Schülervertretung werde Ende Januar einen Workshop durchführen, in dessen Mittelpunkt der Schülerhaushalt stehe, schilderte Holger Siegler im WN-Gespräch. Anschließend werde eine Steuerungsgruppe gebildet, der Schüler, Lehrer sowie als Vertreter der Gemeinde Klaus Fallberg angehören werden. Aufgabe der Steuerungsgruppe ist die Organisation des weiteren Verfahrens.

Mitte Februar wird die Auftaktveranstaltung unter Beteiligung der Bertelsmann Stiftung stattfinden. Die Stiftung hat das Projekt entwickelt und unterstützt Nottuln bei der Umsetzung. In der Auftaktveranstaltung sollen alle Schüler über den Schülerhaushalt informiert werden. Danach folgt eine zweiwöchige Phase, in der alle Schüler Vorschläge für die Verwendung der 3000 Euro einreichen können. Damit die Vorschläge überhaupt auf die Liste kommen, müssen wenigstens fünf Schüler einen Vorschlag unterstützen.

Danach folgt eine zweiwöchige Diskussionsphase der Meinungsbildung. Parallel werden die Vorschläge auf ihre Machbarkeit hin geprüft. Am Ende gibt es dann eine Liste mit Vorschlägen, über die Anfang April abgestimmt wird. Jeder Schüler hat dabei drei Stimmen, die er auf mehrere Vorschläge verteilen oder auch auf einen Vorschlag vereinen kann. Für Holger Siegler ist dabei ganz wichtig: „Ob Fünftklässler oder Abiturient, alle Schüler sind bei der Abstimmung gleichberechtigt.“

Noch vor den Osterferien soll das Ergebnis vorliegen. Der beziehungsweise die Vorschläge mit den meisten Stimmen werden dann umgesetzt. Ob die 3000 Euro für einen oder mehrere Vorschläge reichen werden, ist jetzt noch nicht abzusehen. „Klar ist aber, dass die Mittel von 3000 Euro komplett ausgeschöpft werden sollen“, betont Siegler. Er ist schon ganz gespannt, wie die Schüler mit diesem Stück Demokratie und Eigenverantwortung umgehen werden. „Ich habe da großes Vertrauen in unsere Schüler.“

Übrigens: Die Jugendlichen werden den Gemeinderat am 13. Mai in dessen letzter Sitzung in dieser Wahlperiode über den Ausgang des Schülerhaushalts informieren. „Das ist doch ein schöner Abschluss der Ratsperiode“, findet Beigeordneter Klaus Fallberg.

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