Fr., 20.02.2015

Gymnasium Nottuln Ein guter Beitrag zur Berufsorientierung

Vorfahrt für die Berufsorientierung: Die Q1 am Gymnasium Nottuln nahm in dieser Woche am Projekt Berufsnavigator teil. Die Kooperationspartner des Projektes informierten sich vor Ort und erhielten von den Schülern ein positives Feedback.

Vorfahrt für die Berufsorientierung: Die Q1 am Gymnasium Nottuln nahm in dieser Woche am Projekt Berufsnavigator teil. Die Kooperationspartner des Projektes informierten sich vor Ort und erhielten von den Schülern ein positives Feedback. Foto: Daniela Reichert

Nottuln - 

Die Q1 des Nottulner Gymnasiums nimmt am Projekt Berufsnavigator teil.

Von Daniela Reichert

In Kleingruppen sitzen die Schüler der Q1 (erstes Jahr der Qualifikationsphase der gymnasialen Oberstufe) zusammen. Über einen kleinen Handsender werden 50 verschiedene Eigenschaften auf einer siebenstufigen Skala in Selbst- und Fremdeinschätzung bewertet. Ein präzises Stärkenprofil entsteht. „Die Einschätzung war gar nicht so leicht“, erklärt Benedikt Eiersbrock aus der Q1 des Nottulner Gymnasiums . Anhand der ermittelten Persönlichkeitskonturen spuckt der Computer die passenden Berufsbilder eines jeden Schülers aus.

Rund 46 Schüler der Q1 des Nottulner Gymnasiums haben sich in dieser Woche am Berufsnavigator beteiligt. Kreisweit nehmen in diesem Jahr mehr als 1000 Jugendliche an dem Projekt teil. In mittlerweile nun acht Jahren wurde für rund 13 000 Heranwachsende im Kreis Coesfeld ein beruflicher Fahrplan erfolgreich erstellt.

Der Berufsnavigator berücksichtigt dieses Jahr erstmalig nur die Schüler der Gesamtschulen sowie der Gymnasien. Haupt- und Realschulen fallen 2015 heraus. „Sie werden von einem anderen Förderprogramm aufgefangen“, erläutert Projektkoordinator Jochen Theisen .

Der Berufsnavigator ist ein Angebot zur Förderung der Berufsorientierung für junge Erwachsene. Träger des Projektes ist der Kreis Coesfeld, der dabei eng mit der Agentur für Arbeit , den Volksbanken und den Rotary Clubs im Kreis kooperiert. „Der Navigator leistet einen guten Beitrag, die Wettbewerbsfähigkeit in dieser Region zu stärken und die Zahl der Studien- und Ausbildungsabbrecher zu reduzieren“, betont Jochen Theisen.

Einen groben Plan, was er nach der schulischen Laufbahn machen will, hatte Benedikt Eiersbrock bereits. „Aber ich war noch unsicher“, gestand er. Die Beratung sei sehr tiefgreifend. „Es gab detaillierte Informationen zu den einzelnen Berufssparten“, berichtete der Schüler. „Es wurde Wert auf meine persönlichen Wünsche und meine Leistungen gelegt.“ Realistische Berufsvorschläge seien dabei herausgekommen. Im Fall von Benedikt Eiersbrock riet die Software zum Chemiker, Pharmazeuten, Wirtschaftsprüfer oder Finanzberater. „Das sind genau die Richtungen, die mich interessieren. Ich fühle mich bestätigt“, freute sich der Schüler.

Besonders wichtig ist Holger Siegler, Schulleiter des Nottulner Gymnasiums, die Orientierung vor dem Hintergrund von G8. „Die Schüler sind heute ein Jahr jünger, wenn sie Abitur haben, das bedeutet ein Jahr weniger Lebenserfahrung. Wir wollen unterstützen, vorbereiten und Hilfestellung bei der Berufswahl geben.“

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