So., 02.08.2015

Radtour der Friedensbewegung Auf Achse für den Frieden

Zwischenstopp in Nottuln: Die Friedensinitiative empfängt 20 Friedensradfahrer samt regenbogenbuntem Friedensmobil vom Form Ziviler Friedensdienst bei Kaffee und Kuchen vor der von-Aschebergschen Kurie.

Zwischenstopp in Nottuln: Die Friedensinitiative empfängt 20 Friedensradfahrer samt regenbogenbuntem Friedensmobil vom Form Ziviler Friedensdienst bei Kaffee und Kuchen vor der von-Aschebergschen Kurie. Foto: Lukas Splitthoff

Nottuln - 

Auf ihrem Weg von Münster zum Atomwaffenstandort Büchel machten am Samstag rund 20 Friedensaktivisten aus ganz Deutschland Station in Nottuln.

Von Lukas Splitthoff

Der schrille Schall ihrer Klingeln kündigt sie an. Und schon gleich zeigen die regenbogenbunten Fahnen an den Gepäckträgern ihr Ziel: Die Radfahrer wollen Frieden erreichen – erst einmal aber den Ort Büchel .

Begleitet vom Krieg in Syrien und der verhärteten Konfrontation in der Ukraine, sind derzeit etwa 20 Aktivisten aus ganz Deutschland „auf Achse für Frieden, atomare Abrüstung und ein ziviles Europa“. Auf der rund 400 Kilometer langen Strecke von Münster entlang des Rheins bis nach Büchel in Rheinland-Pfalz zum letzten US-Atomwaffenlager Deutschlands machen die Anhänger der Friedensbewegung mehrfach Station in Städten und an militärischen Stützpunkten, um die Bürger für eine zivile Lösung zu sensibilisieren und friedlich zu demonstrieren.

Nach 25 Kilometern in Nottuln angekommen, empfängt Robert Hülsbusch , stellvertretend für die örtliche Friedensinitiative, die rollenden Demonstranten mit Kaffee und Kuchen vor der von-Aschebergschen Kurie. Vor Ort habe man schon Vieles geschafft. Nottuln sei bereits 1981 in einem symbolischen Akt für atomwaffenfrei erklärt worden, jeder Bürgermeister trage den Titel „Mayor for peace“ (Bürgermeister für den Frieden“) und jährlich erinnere man an die Atombombenabwürfe über Hiroshima und Nagasaki am 6. und 9. August 1945.

Doch Hülsbusch mahnt angesichts der aktuellen Situation: „Die Politiker dürfen nicht weiter an der Eskalationsschraube drehen.“

Paul Leufke, stellvertretender Bürgermeister, unterstützt die Forderungen und sieht in dem 1100 Einwohner großen Büchel ein „sinnloses Aufrechterhalten einer alten Drohkulisse“ entsprechend der Botschaft, die Bürgermeister Schneider mit auf den Weg gibt. Man brauche „mehr Aktion als Lippenbekenntnisse“, fordert Leufke. Mit der Idee des Westfälischen Friedens im Gepäck geht es nach kurzer Pause weiter, angeführt von der FI und Aktionsleiter Joachim Schramm von der Deutschen Friedensgesellschaft Vereinigte Kriegsdienstgegner/Innen DFG-VK. Schließlich wollen sie noch ihr Zeltlager in Haltern erreichen und rechtzeitig am Donnerstag zum 70. Hiroshima-Gedenktag in Köln sein.

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