Hilfe für Haiti
Erfolgsmodell dank Nottulner Hilfe

Nottuln -

Die Kindernothilfe Nottuln engagiert sich in Haiti. Und das mit großem Erfolg. Das Bildungszentrum „Stiftung Johannes Paul II.“ hat sich prächtig entwickelt.

Samstag, 05.12.2015, 06:12 Uhr

Nach mehrjähriger harter Aufbauarbeit ist das Bildungszentrum „Stiftung Johannes Paul II“ in Jacmel auf Haiti heute eine segensreiche Einrichtung, die vielen Kindern, auch früheren Haussklavinnen, eine Perspektive für eine gute Zukunft bietet.
Nach mehrjähriger harter Aufbauarbeit ist das Bildungszentrum „Stiftung Johannes Paul II“ in Jacmel auf Haiti heute eine segensreiche Einrichtung, die vielen Kindern, auch früheren Haussklavinnen, eine Perspektive für eine gute Zukunft bietet. Foto: Pierre Roy

Seit Januar 2010 engagiert sich die Kindernothilfe Nottuln e.V. in Haiti. Zusammen mit dem Aktionskreis Pater Beda und dem Verein „LVM – Helfen verbindet Menschen“ wurde in den Jahren 2010 und 2011 das Bildungszentrum mit Internat „Stiftung Johannes Paul II“ in Jacmel errichtet. „Und dank der Hilfe aus Deutschland ist dieses Projekt zu einem Erfolgsmodell geworden“, freut sich Erich Rump. Der Nottulner, der Vorsitzender der Kindernothilfe und zweiter Vorsitzender des Aktionskreises Pater Beda ist, hat dem Projekt im Haiti schon selbst einen Besuch abgestattet und konnte sich vor Ort überzeugen, wie segensreich dort gearbeitet wird.

Im Bildungszentrum „Stiftung Johannes Paul II“ werden Kinder und Jugendliche qualifiziert. Sie erhalten dort Schul- und Berufsschulunterricht. Das Bildungszentrum ist eine private Schule, die keine staatliche Unterstützung erhält, sondern zu 100 Prozent durch Spendengelder aus Deutschland unterhalten wird. Erich Rump: „Politik und Verwaltung in Haiti sind nicht in der Lage, ihrem Bildungsauftrag nachzukommen, was eigentlich skandalös ist. Mit viel Elan und Engagement ist vor einigen Jahren das Bildungszentrum geschaffen worden. Trotz vieler Widerstände und Warnungen hat sich das Projekt als Erfolgsmodell erwiesen.“

Kindernothilfe engagiert sich in Haiti

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  • Dank der Hilfe aus Deutschland ist das Projekt „Bildungszentrum Stiftung Johannes Paul II.“ in Jacmel zu einem großen Erfolg geworden. Foto: Pierre Roy
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  • Dank der Hilfe aus Deutschland ist das Projekt „Bildungszentrum Stiftung Johannes Paul II.“ in Jacmel zu einem großen Erfolg geworden. Foto: Pierre Roy
  • Dank der Hilfe aus Deutschland ist das Projekt „Bildungszentrum Stiftung Johannes Paul II.“ in Jacmel zu einem großen Erfolg geworden. Foto: Pierre Roy

Die Absolventen der Schule legen die besten Prüfungen und Examen ab. Sie haben die Möglichkeit, aufgrund ihrer Qualifikation ein eigenständiges Leben zu führen. Der Vorstand der Kindernothilfe Nottuln hat daher nun beschlossen, dem Projekt für das Jahr 2016 einen Spendenbetrag in Höhe von 20 000 Euro zur Verfügung zu stellen. Damit, so Rump, sei letztendlich aufgrund der bisherigen Finanzierungsplanung auch der Erhalt und Fortbestand des Projektes für das Jahr 2016 gesichert.

Im Bildungszentrum „Stiftung Johannes Paul II“ werden auch frühere Haussklavinnen gefördert. In Haiti gehört es noch zur Tagesordnung, dass junge Mädchen in Haushalten als Kindersklaven gehalten werden. Mit Hilfe des Projekts und mit staatlicher Genehmigung holen jetzt die Lehrer Mädchen aus diesen Verhältnissen heraus, um sie in dem Bildungsprojekt zu fördern.

Wie sinnvoll und erfolgreich diese Arbeit des Projektes ist, macht Erich Rump an folgendem Beispiel fest: Eine ehemalige Haussklavin ist nun Schulsprecherin geworden. Chrislene Jean ist 16 Jahre alt und beendet gerade die 8. Klasse im Projekt. Sie hat in ihrem Leben nie gelernt zu spielen und ist nie einem Hobby nachgegangen. Bisher war ihr Leben geprägt vom täglichen Kampf ums Überleben. Sie wurde von ihrer Mutter als Haussklavin abgegeben. Seitdem hat sie keinen Kontakt mehr zu ihr.

Chrislene Jean ist nun seit einem Jahr in dem Internat des Bildungszentrums untergebracht und hat dort eine Zukunft gefunden. Sie ist intelligent, fleißig und eine Führungspersönlichkeit. Wie alle „Restavek-Mädchen“ hatte sie zunächst einen schlechten Ruf in den Augen der Gesellschaft. Jetzt, nachdem sie im Projekt lebt und ihre Talente entdeckt, findet sie Anerkennung und Vertrauen. Mit ihrer neuen Lebenssituation hat sie praktisch den Albtraum der Sklaverei überwunden. Die Schülerversammlung hat sie nun zur Schulsprecherin gewählt.

In ihrer Dankesrede hat Chrislene versprochen und sofort damit angefangen, Disziplin zu fordern und vor allem für Ordnung und Sauberkeit zu sorgen, gemeinsam mit den Schülern und allen in der Gemeinde. Sie hat vor, einen Berufsschulabschluss als Krankenschwester zu erreichen, um demnächst in einer Gesundheitsstation in ihrem Heimatort Jacmel zu arbeiten.

„Dieses Beispiel zeigt, dass die Spendengelder aus Nottuln sinnvoll eingesetzt sind und den Schülern des Projekts eine Perspektive geben“, betont Erich Rump und ergänzt: „Alle Schülerinnen und Schüler des Projekts erhalten außerdem täglich eine einfache warme Mahlzeit. Damit sind sie in der Lage, täglich sieben Stunden am Unterricht teilzunehmen. Die Schulspeisung wird praktisch durch Nottulner Spendengelder finanziert.“

Mit dem Schlüssel der Bildung soll der Teufelskreis von Armut und Perspektivlosigkeit aufgebrochen werden. Am Beispiel des Bildungszentrums „Stiftung Johannes Paul II“ könne man, so Erich Rump, sagen: „Dieses Ziel wird vor Ort erreicht.“

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