Di., 10.01.2017

Alexianer Martinistift „Das verändert sie“

Ein bunte Bühnenshow mit vielen abwechslungsreichen Darbietungen präsentierten 25 Jugendliche des Appelhülsener Martinistifts. Sie hatten an einem Zirkusprojekt teilgenommen.

Ein bunte Bühnenshow mit vielen abwechslungsreichen Darbietungen präsentierten 25 Jugendliche des Appelhülsener Martinistifts. Sie hatten an einem Zirkusprojekt teilgenommen. Foto: Ulla Wolanewitz

Appelhülsen - 

Es hat Spaß gemacht: 25 Jugendliche des Martinistifts haben ein Zirkusprojekt durchgeführt. Angeleitet wurden sie vom Zirkuspädagogen Nerisvaldo Alves und seiner Tochter Daniele aus der brasilianischen Großstadt Caruaru.

Von Ulla Wolanewitz

„Zirkus haben wir hier wohl öfter. Aber diesmal richtig“, schmunzelte Heinrich Bolle, pädagogischer Geschäftsführer des Alexianer Martinistifts , in seinen Begrüßungsworten zur bunten Bühnenshow. Die Einrichtung für Kinder- und Jugendhilfe hatte Besuch aus Brasilien. Zu Gast waren der Schauspieler und Zirkuspädagoge Nerisvaldo Alves und seine Tochter Daniele aus Caruaru . In der brasilianischen Großstadt arbeiten die Zwei unter anderem im Centro Social Sao Jose de Monte. Dort war Nerisvaldo Alves maßgeblich an der Entwicklung einer Zirkusschule beteiligt, die er auch leitet.

Das Martinistift und dessen Förderkreis pflegen schon seit einigen Jahren einen guten Kontakt zum Förderkreis Centro Social Caruaru, dessen Vorsitzende Margarete Gerber-Velmerig aus Nottuln ist. Von daher konnte schon zum zweiten Mal mit den Gästen aus Brasilien ein Zirkusprojekt umgesetzt werden.

In nur drei Tagen entwickelten 25 Jungen und Mädchen der Einrichtung mit ihnen zusammen ein vielfältiges Programm. Einstudiert und trainiert hatten sie verschiedene Jonglier- und Tanzeinlagen, flankiert von Breakdance und Rap-Gesang. Unterstützung gab es von Charlotte Velmerig. Im vergangenen Jahr arbeitete die Musicaldarstellerin drei Monate in dem brasilianischen Projekt. „Da konnte ich bereits die Erfahrung machen, wie positiv sich solch ein Angebot auf Jugendliche auswirkt“, erklärte die Nottulnerin. „Das verändert sie. Bringt einen neuen interessanten Aspekt in ihr Leben“. Sie lobte die Konzentration aller beteiligten Bühnenkünstler beim Training und bei der Show.

Ihr brasilianischer Kollege Alves bestätigte diesen Eindruck. Obwohl er weder deutsch noch englisch spricht, „funktionierte die Kommunikation hier einwandfrei“, ließ er wissen. In seiner Heimat arbeitet er auch mit Jugendlichen aus schwierigen Lebensschichten und ist immer wieder begeistert, mit welcher Stärke und Konzentration diese jungen Menschen an den Start gehen. Aus seiner Erfahrung weiß er, dass diese Arbeit sich sowohl positiv auf die Körperhaltung und -spannung der Beteiligten als auch „auf ihre schulischen Leistungen“ auswirkt, so der Zirkuspädagoge.

„Es gab schon Nachfragen, wann das nächste Projekt startet“, gab Ute Schultewolter, Sozialpädagogin und Bereichsleiterin, zu verstehen. Die gute Resonanz ist sicherlich Anlass, über ein wöchentlichen Training nachzudenken.

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