Sa., 04.03.2017

Plattdeutsche Laienspielschar Eine große Familie

Rückblick: Mit dem Stück „Dao stimmt wat nich“ (Szenenbild) debütierte die Plattdeutsche Laienspielschar Nottuln in der Saison 1992/93.

Rückblick: Mit dem Stück „Dao stimmt wat nich“ (Szenenbild) debütierte die Plattdeutsche Laienspielschar Nottuln in der Saison 1992/93. Foto: Plattdeutsche Laienspielschar

Nottuln - 

Seit 25 Jahren ist die Plattdeutsche Laienspielschar selbstständig. Ein guter Grund in die bewegte Geschichte des Vereins zurückzublicken.

Von Iris Bergmann

„Das Theatervirus ist hochansteckend“, warnt Willi Hölscher lachend. Als 1. Vorsitzender der Plattdeutschen Laienspielschar Nottuln weiß er es genau. Und weitere Mitwirkende können das nur bestätigen. Sie alle machen die Laienspielschar aus, die sich vor nunmehr 25 Jahren gründete – hervorgegangen aus der damaligen Kolping-Theaterabteilung – und seitdem jedes Jahr in der Fastenzeit die Nottulner Kulturszene bereichert.

Mit dem Stück „Dao stimmt wat nich“ debütierte die Plattdeutsche Laienspielschar in der Saison 1992/93, damals unter der Regie von August Gödde (gest. 2015), der insgesamt 20 Jahre lang bis 2007 die Regie der Laienspielschar innehatte. Nach ihm übernahm von 2008 bis 2010 Christiane Gottschalk die Leitung, und seit 2010 ist Maria Schlichtmann „Chefin“ der Theatermimen.

Die Probenorte wechselten mit den Jahren. So begann die Laienspielschar in der kleinen und gemütlichen Kolping-Seniorenstube. Danach zogen sie zum Hof Schürmann, wo es zwar mehr Platz gab, allerdings war es nicht geheizt, und so brauchten die Schauspieler „Alkohol zum Aufwärmen“, schmunzelt Willi Hölscher. Auf dem Hof Jäger war es dann eher fußkalt, sodass die Mimen es mit Tee und Glühwein versuchten. Seit sie auf dem Hof Budde proben, genießen sie warmen und umsorgten Luxus.

Die Schauspieler und Mitglieder der Plattdeutschen Laienspielschar treffen sich jedoch nicht nur für die Proben. Der Verein ist wie eine große Familie, denn er besteht ja nicht nur aus Schauspielern, auch die Angehörigen stehen voll dahinter. Von daher steht die Pflege der Gemeinschaft ganz oben. Übers Jahr hinweg gibt es gemeinschaftliche Unternehmungen, angefangen mit der plattdeutschen Maiandacht, über Schützenfest, Dorfrallye und Winterwanderung bis hin zu Fahrten nach Köln, Hamburg oder Papenburg. Auch ist die plattdeutsche Truppe immer bei diversen Veranstaltungen im Dorf mit Liedern, Sketchen oder gar mit einem Schnapsverkauf zugunsten der St.-Martinus-Kirche dabei, erinnert sich Hölscher schmunzelnd.

Neben dem Jubiläum fiebern Schauspieler und Regisseurin der Premiere des diesjährigen Stückes „Heine Bollmann mäck Kloarschipp“ am 11. März (Samstag) entgegen. Dann hebt sich um 19.30 Uhr der Vorhang im heute schon fast ausverkauften Saal des Gasthauses Denter und die Hauptfigur, Heine Bollmann, muss im eigenen Hotel „Baumberger Hof“ den Test eines DEHOGA-Prüfers bestehen, was in einem heillosen Durcheinander endet. Ganz besonders freuen sich die Schauspieler auf die Jubiläums-Aufführung am 12. März (Sonntag), denn dann werden sie ihr Publikum zu Beginn um 16.30 Uhr mit einem Glas Sekt empfangen.

Wer diese Termine verpasst, hat noch am 25. März (Samstag) um 19.30 Uhr, am 26. März (Sonntag) um 14.30 Uhr, am 1. April (Samstag) um 19.30 Uhr und am 2. A­pril (Sonntag) um 14.30 Uhr die Möglichkeit, sich das Theaterstück anzuschauen.

Die Jubiläums- und Abendvorstellungen kosten 6,50 Euro (Kinder bis zwölf Jahre 3 Euro), die Nachmittagsvorstellungen inklusive Kaffee und Kuchen 12 Euro (Kinder bis zwölf Jahre 6 Euro). Zu bekommen sind die Karten bei Ahlers Polstermöbelwerkstätten, Appelhülsener Straße 18.

Leserkommentare

Google-Anzeigen

kfzmarkt.ms Anzeigen

Autos, Motorräder, Wohnmobile und Nutzfahrzeuge aus Ihrer Region

Anzeige


http://event.yoochoose.net/news/705/consume/10/2/4679785?categorypath=%2F2%2F84%2F61%2F93%2F104%2F164%2F