Di., 21.03.2017

Friedensinitiative Nottuln Neuer Schub spürbar

Winfried Nachtwei (r.) – hier bei einem Besuch der Friedensinitiative mit Andreas Zumach – kommt am kommenden Montag wieder nach Nottuln. Nachtwei referiert über Strategien der Zivilen Konfliktbearbeitung (ZKB).

Winfried Nachtwei (r.) – hier bei einem Besuch der Friedensinitiative mit Andreas Zumach – kommt am kommenden Montag wieder nach Nottuln. Nachtwei referiert über Strategien der Zivilen Konfliktbearbeitung (ZKB). Foto: Robert Hülsbusch

Nottuln - 

Mit einem Vortragsabend über die Zivile Konfliktbearbeitung (ZKB) wird in Nottuln die Pazifismus-Reihe fortgesetzt. Referent ist Winfried Nachtwei.

Welche Maßnahmen der Zivilen Konfliktbearbeitung (ZKB) wären im Vorfeld des Krieges in Syrien möglich gewesen? Was kann heute geschehen? Ist ZKB heute möglich? Diesen Fragen geht am Montag (27. März) um 19.30 Uhr in der Alten Amtmannei Winfried Nachtwei auf den Grund. Damit setzen Friedensinitiative Nottuln (FI), Attac Kreis Coesfeld und der pax-christi-Diözesanverband Münster ihre Pazifismusreihe fort.

In den vergangenen Veranstaltungen beschäftigen sich die Teilnehmer der Reihe vor allem mit grundlegenden Fragen einer pazifistisch orientierten Politik. Doch was kann getan werden, wenn das „Kind in den Brunnen gefallen ist“?

„Wo sich Krisen und Kriege häufen und näher an uns heranrücken, ist die Verhütung, Eindämmung und Überwindung insbesondere von innerstaatlichen Gewaltkonflikten mit zivilen Mitteln notwendiger denn je“, ist sich der Referent Nachtwei sicher. Darum gehe es bei Ziviler Krisenprävention und ihren über traditionelle Diplomatie und Entwicklungszusammenarbeit hinausgehenden Instrumenten.

Etliche wurden seit Ende der 90er-Jahre in Deutschland aufgebaut: so das Zentrum Internationale Friedenseinsätze (ZIF), der Zivile Friedensdienst (ZFD), die Deutsche Stiftung Friedensforschung (DSF). Nachtwei: „Nach Jahren des Stillstandes ist seit drei Jahren ein neuer Schub für das Politikfeld zu spüren.“ Im Sommer 2016 startete der fachöffentliche Beratungsprozess „PeaceLab2016 – Krisenprävention weiter denken“ zu den geplanten Leitlinien „Krisenengagement und Friedensförderung“ der Bundesregierung, die das Bundeskabinett im Frühjahr 2017 beschließen will.

Der ehemalige Grünen-Bundestagsabgeordnete und FI-Mitglied Winfried Nachtwei gehört seit Mitte der 90er-Jahre zu den Antreibern der Zivilen Konfliktbearbeitung in Deutschland. Als Co-Vorsitzender des Beirats Zivile Krisenprävention beim Auswärtigen Amt und Vorstandsmitglied der Deutschen Gesellschaft für die Vereinten Nationen ist er intensiv am Beratungsprozess zu den Leitlinien beteiligt. Er wird anschaulich über die Erfahrungen der zivilen Friedensförderungen, über ihre Wirkungsmöglichkeiten und Perspektiven berichten. Nachtwei: „Da gibt es viel mehr an Professionalität, an Hoffnungsträgern und Friedensmachern, als gemeinhin bekannt ist.“

Die Moderation des Abends liegt bei Heinz Böer von der FI.

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