Mo., 11.01.2016

Polit-Café „Es geht um Meinungen, nicht um Wahrheiten“

Dr. Robert Habeck, Minister für Energiewende, Umwelt- und Landwirtschaft des Landes Schleswig-Holstein, beim Schülergespräch im Gymnasium.

Dr. Robert Habeck, Minister für Energiewende, Umwelt- und Landwirtschaft des Landes Schleswig-Holstein, beim Schülergespräch im Gymnasium. Foto: Marita Strothe

Nottuln - 

Hoher Besuch beim Polit-Café des Gymnasiums: Schüler des Sozialwissenschaftsleistungskurses befragten Minister Dr. Robert Habeck. Und der gab bereitwillig Auskunft.

Von Marita Strothe

„Was ich Euch vermitteln möchte, ist das, dass es in der Politik nicht um Wahrheiten, sondern um Meinungen geht“, unterstrich Dr. Robert Habeck am Sonntagnachmittag beim Schülergespräch. „Alles ist zu hinterfragen!“

Habeck ist Minister für Energiewende, Landwirtschaft, Umwelt und ländliche Räume des Landes Schleswig-Holstein. Er gilt als eine der aktuell interessantesten deutschen Grünen und strebt an, Spitzenkandidat für die Bundestagswahlen des Jahres 2017 zu werden. Am Sonntag war er als Festredner zum Neujahrsempfang der Kreisgrünen geladen. Und weil dieser im Forum des Nottulner Gymnasiums stattfand, nutzte der Leistungskurs Sozialwissenschaften Q1 mit Lehrer Werner Völlering die Gelegenheit, den Minister zum „Politcafé extra“ in einen Klassenraum zu bitten.

Die 14 Jugendlichen hatten sich gut vorbereitet und sich mit der Meinung und den Äußerungen von Schleswig-Holsteins stellvertretendem Ministerpräsidenten, der Habeck ebenfalls ist, beschäftigt. „Politik ist im Wesentlichen das Setzen von Prioritäten“, bestätigte ihnen der Politiker, dass man beim Erreichen von ehrgeizigen Zielen nicht immer allen gerecht werden könne.

Die Jugendlichen tauschten sich mit dem Grünen-Minister über Themen der Energiewende, Verschuldung der Länder, Landwirtschaft bis hin zum demografischen Wandel aus.

„Kreative Prozesse entstehen da, wo man hungrig ist nach Aufstieg“, sieht Habeck durchaus positiv in die Zukunft. Allerdings ist ihm wichtig, dass die theoretischen Möglichkeiten des Fortschritts nicht immer auch genutzt werden. „Wir sind Menschen. Es gibt Werte, die wir nicht in Frage stellen wollen“, verdeutlichte der Minister den Jugendlichen des Gymnasiums und nannte als Beispiel das Klonen von Kühen, um die Fleischmenge zu steigern.

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