Di., 26.01.2016

Bürgermeisterin Manuela Mahnke Kontroverse Debatten gehören dazu

Bürgermeisterin Manuela Mahnke an ihrem Schreibtisch im Rathaus. Am Donnerstag (28. Januar) ist die 50-Jährige genau seit 100 Tagen im Amt.

Bürgermeisterin Manuela Mahnke an ihrem Schreibtisch im Rathaus. Am Donnerstag (28. Januar) ist die 50-Jährige genau seit 100 Tagen im Amt. Foto: Ludger Warnke

Nottuln - 

Sie geht immer noch gerne und gut gelaunt ins Rathaus, freut sich auf die kleinen Probleme und die großen Herausforderungen. Bürgermeisterin Manuela Mahnke ist am 28. Januar 100 Tage im Amt.

Flüchtlingssituation, Haushaltsaufstellung, Ortskernkonzept, Krematorium, dazu die vielen kleinen beruflichen Dinge im Alltag einer Bürgermeisterin – über mangelnde Arbeit kann sich Manuela Mahnke nicht beklagen. Die 50-jährige SPD-Politikerin, die von 52,7 Prozent der Wähler in das Bürgermeisteramt gewählt wurde, ist am Donnerstag (28. Januar) genau 100 Tage im Amt. Unser Redaktionsmitglied Ludger Warnke nahm dies zum Anlass für einige Fragen an die Bürgermeisterin.

Frau Bürgermeisterin, vor einigen Wochen haben Sie gesagt, Sie gehen jeden Morgen mit guter Laune ins Rathaus. Ist das immer noch so, schließlich gibt es ja die kontroverse Krematoriums-Debatte?

Mahnke: Ich gehe nach wie vor gut gelaunt ins Rathaus. Kontroverse Debatten gehören zu einer gelebten Demokratie und machen einen Arbeitsalltag erst spannend. Ich bin der Überzeugung, dass es immer wieder in den nächsten Jahren zu ähnlichen Debatten kommen wird, aber so lange alle Beteiligten konstruktiv und sachlich diskutieren, ist dies gut für Nottuln.

Was war Ihre bislang schönste Erfahrung als Bürgermeisterin?

Mahnke: Es gab bereits viele schöne Momente in den ersten 100 Tagen, aber zwei Dinge sind für mich hier in Nottuln sehr besonders: Dies ist einmal das breite ehrenamtliche Engagement in vielen Bereichen. Das zweite ist eher intern, nämlich die tolle Unterstützung aller Mitarbeiter im Rathaus, die mir den Start sehr leicht gemacht haben.

Gab es denn auch schon die eine oder andere Enttäuschung?

Mahnke: Ja, leider gleich am Anfang dieses Jahres, als mir die Bezirksregierung mitgeteilt hat, dass wir die Hauptschule nicht auf 500 Plätze aufstocken können. Das hat natürlich Auswirkungen auf alle Ortsteile der Gemeinde.

Welches Thema war für Sie in den ersten 100 Tagen die größte Herausforderung?

Mahnke: Auch hier lautet die Antwort leider wieder: das Thema der Flüchtlinge. Hier geht es jetzt darum, in kurzer Zeit genügend Wohnraum zu schaffen, aber auch um alle anderen Dinge, die damit verbunden sind, diese Menschen in unsere Gemeinde zu integrieren. Ich bin der festen Überzeugung, dass ich diese Herausforderung gemeinsam mit den Menschen in Nottuln meistern werde.

Gibt es irgendetwas bei diesem Amt, worauf Sie lieber verzichten würden?

Mahnke: Nein, eigentlich nicht, denn mir macht es sehr viel Freude, von den kleinen Problemen bis hin zu den großen Herausforderungen alles auf meinem Schreibtisch zu haben. Das war ja genau das, was ich wollte.

Als Bürgermeisterin möchten Sie nah am Bürger sein. Jetzt werden Sie auf der Straße oder beim Einkaufen von Leuten angesprochen. Wie gehen Sie damit um?

Mahnke: In den ersten Tagen war es ungewohnt, überall angesprochen zu werden, genauso wie häufig sein Gesicht in Ihrer Zeitung zu sehen. Inzwischen freue ich mich, mit den Leuten auch bei diesen Gelegenheiten ins Gespräch zu kommen, denn da erfährt man sehr viel von ihren Sorgen und Nöten und bekommt auch ein Feedback zur eigenen Arbeit. So gehe ich inzwischen auch ganz bewusst am Donnerstag auf den Wochenmarkt, da man dort immer viele Bürgerinnen und Bürger trifft.

Welches Arbeitsprogramm haben Sie sich für das erste Halbjahr vorgenommen?

Mahnke: Im Moment stehen natürlich die Haushaltsberatungen im Vordergrund. Dann freue ich mich, dass es endlich mit der Entwicklung im Ortskern losgeht. Hier würde mich ganz besonders freuen, wenn wir im Sommer wieder ein Café im Ortskern haben, denn dies war ja auch schon ein Thema während des Wahlkampfes im letzten Jahr. Und da werde ich alles, was ich machen kann, auch tun, um dieses Projekt zu realisieren. Ganz oben steht dann die Schaffung des Wohnraumes für Asylsuchende, aber auch die Weiterentwicklung von Baugebieten in den Ortsteilen. Zudem kommt ja eine weitere personelle Veränderung im Rathaus auf uns zu, und da hoffe ich, dass wir eine geeignete Nachfolgerin oder einen geeigneten Nachfolger finden werden. Zudem werden sicherlich ganz viele weitere Dinge auf mich zukommen, von denen ich heute noch nichts weiß.

Leserkommentare

Wie bewerten Sie diesen Artikel?

Vielen Dank für Ihre Bewertung.

Nur eine Abstimmung möglich!

Ihre Bewertung wurde geändert.

  • Derzeit 0 von 5 Sternen.
  • 1
  • 2
  • 3
  • 4
  • 5
Bewertung: 0/5

1 Stern = überhaupt nicht gut; 5 Sterne = hervorragend

Google-Anzeigen

immomarkt.ms Anzeigen

Wohnungen, Häuser, Grundstücke und gewerbliche Immobilien aus Ihrer Region

Anzeige


http://event.yoochoose.net/news/705/consume/10/2/3763471?categorypath=%2F2%2F84%2F61%2F93%2F104%2F164%2F