Mi., 27.01.2016

„Hospiz macht Schule“ „Jeder kann ruhig auch mal weinen“

Mitglieder der Hospizbewegung Nottuln führten mit der Klasse 4c der Astrid-Lindgren-Grundschule das Projekt „Hospiz macht Schule“ durch.

Mitglieder der Hospizbewegung Nottuln führten mit der Klasse 4c der Astrid-Lindgren-Grundschule das Projekt „Hospiz macht Schule“ durch. Foto: Astrid-Lindgren-Grundschule

Nottuln - 

Die Hospizgruppe Nottuln führt wieder ihr Programm „Hospiz macht Schule“ durch. In der Astrid-Lindgren-Schule zeigte sich einmal mehr, wie positiv die Mädchen und Jungen auf dieses Angebot reagieren.

Wieder einmal groß war das Interesse an dem Projekt „Hospiz macht Schule“. Auch in diesem Schuljahr gestalten die Ehrenamtlichen der Hospizbewegung Nottuln die Themenbereiche Werden und Vergehen, Krankheit und Leid, Traurigsein, Trost und Trösten kindgerecht für die vierten Klassen.

Gestartet war die Klasse 4c der Astrid-Lindgren-Grundschule mit dieser abwechslungsreichen Woche. Die Schüler präsentierten in einer prall gefüllten Aula den Eltern ihre Ergebnisse. „Der gut besuchte Abschluss machte deutlich, dass sowohl bei den Kindern als auch bei den Angehörigen ein großes Interesse für diese emotionale Thema vorhanden ist“, berichtet die Schule.

Jeder Projekttag stand unter einem anderen Motto. Die Kinder drückten mit Fingerfarben ihre Gefühle auf einem Bild aus, zeigten Kinderfotos von sich, sangen Lieder oder schrieben auf, was ihnen bei eigener Krankheit gut getan hat. An einem Tag war auch die Nottulner Ärztin Mareike Herbst zu Gast. Die Kinder konnten sie alles zum Thema Krankheiten und Tod fragen.

Besonders beruhigend fanden die Kinder das Anfangs- und Verabschiedungsritual des Tages. Ein weiteres Highlight für sie war der Kurzfilm aus der Serie „Willi will‘s wissen“. Dort wurden zum Thema Sterben auch die Tätigkeit eines Bestatters und verschiedene Jenseitsvorstellungen behandelt.

„Es ist schlimm, wenn jemand stirbt. Jeder kann ruhig auch mal so richtig weinen. Aber es tut gut, wenn man darüber sprechen kann oder wenn dann einer für mich da ist“, waren sich alle Beteiligten einig. „Die Stimmung war nach der Projektwoche nicht gedrückt. Viele Kinder waren der Meinung, nun etwas besser mit dem Tod umgehen zu können. Das merkten auch die zahlreichen Eltern, die diese Vorgehensweise von der Hospizgruppe sehr unterstützen“, schildert die Schule. Rüdiger Runge von der Nottulner Hospizbewegung lobte die Kinder für ihre tolle Beteiligung. Klassenlehrerin Petra Machek dankte allen Ehrenamtlichen für das besondere Engagement.

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