Mi., 27.01.2016

Straßenverkehr Lebensgefährlich: der „tote Winkel“

Sicherheitstraining auf dem Schulhof der Liebfrauenschule. Disponent Hugo Schulte Wien (r.) und Juniorchefin Sarah Laakmann machen die Jugendlichen mit dem Thema „Toter Winkel“ vertraut.

Sicherheitstraining auf dem Schulhof der Liebfrauenschule. Disponent Hugo Schulte Wien (r.) und Juniorchefin Sarah Laakmann machen die Jugendlichen mit dem Thema „Toter Winkel“ vertraut. Foto: Dieter Klein

Nottuln - 

Ein plus an Sicherheit: Mitarbeiter des Speditionsunternehmens Giesker & Laakmann klären in diesen Tagen an allen sechs Schulen in der Gemeinde die Kinder und Jugendlichen über die Gefahren des „toten Winkels“ auf.

Von Dieter Klein, Ludger Warnke

Jeder kennt die Bilder aus den Medien: Verbeulte Fahrräder unter bulligen Lkw-Zwillingsreifen. An der Seite ein schwer verletztes oder sogar totes Kind, ein überfahrener Rentner. Opfer von Lkw-Unfällen. Genauer: Opfer des berüchtigten „Toten Winkels“.

„40 Tote zählt die Statistik in Deutschland in jedem Jahr, die auf diese schreckliche Weise ums Leben kommen“, berichtet Hugo Schulte Wien, Disponent bei dem Nottulner Speditionsunternehmen Giesker & Laakmann, dass alleine täglich achtzig 40-Tonner auf die Straßen rausschickt.

Bei Giesker & Laakmann hat man deshalb im letzten Dezember alle Fahrer in einem speziellen Fahrsicherheitstraining geschult. „Und um die dabei gemachten Erfahrungen auch Fußgängern, hier besonders den am meisten gefährdeten Schulkindern zu vermitteln, sind wir in diesen Tagen an allen sechs Schulen in der Gemeinde unterwegs“, berichtet Juniorchefin Sarah Laakmann. Am Dienstag beispielsweise war das Unternehmen mit zwei schweren Lkw zu Besuch in der Mariengrundschule Appelhülsen. Dort nahmen alle Kinder an dem Verkehrssicherheitstraining teil. In zwei Gruppen zu je 80 Schülern sahen sich die Kinder zunächst einen Film zum Thema an, dann ging es raus auf den Schulhof, wo sich die Kinder in den gekennzeichneten Flächen neben und hinter dem Lkw aufstellten und erfuhren, so groß ist der Bereich des „toten Winkels“, in diesem Bereich bleiben die Kinder für den Fahrer unsichtbar. Dass dies auch wirklich so ist, davon konnten sich die Grundschüler selbst überzeugen, als sie auf dem Fahrersitz im Führerhaus Platz nahmen.

Von der Wichtigkeit dieses Sicherheitstrainings überzeugt, kündigte die Marienschule an, das Projekt „Toter Winkel“ fest in das Verkehrserziehungsprogramm der Schule aufzunehmen.

Am Mittwochmorgen stand dann ein 40-Tonner auf dem Schulhof der Liebfrauenschule. Mit rotweißen Warnketten hatten die erfahrenen Trucker auch hier jeweils seitlich und hinter dem Fahrzeug große Dreiecke abgesperrt. „So groß sind die toten Winkel“, erfuhren die erschrockenen Sekundarschüler. „Den Schülerinnen und Schülern soll deutlich gemacht werden, wie weit sie sich von so einem 18,5 Meter langen Lkw fernhalten sollten“, erläuterte das Giesker & Laakmann-Team.

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