Di., 16.02.2016

Flüchtlinge „Wer gegen Dirksfeld ist, muss Alternativen aufzeigen“

Hier am Dirksfeld in Appelhülsen möchte die Gemeinde Nottuln Wohnraum für Flüchtlinge schaffen. 

Hier am Dirksfeld in Appelhülsen möchte die Gemeinde Nottuln Wohnraum für Flüchtlinge schaffen.  Foto: Frank Vogel

Nottuln - 

Die UBG-Ratsfraktion hat intensiv das Thema einer Flüchtlingsunterkunft in Appelhülsen diskutiert. Nach Ansicht der UBG sollten nicht mehr als 100 Personen an einem Standort untergebracht werden.

Sehr lange und sehr intensiv diskutierten die Mitglieder der UBG-Fraktion in ihrer jüngsten Fraktionssitzung die Frage der Unterbringung von Flüchtlingen. Allen war klar, dass dieses Thema eine der größten Herausforderungen der Gemeinde darstellt. „Denn wenn die Notaufnahmeeinrichtung in der ehemaligen Hauptschule durch die Bezirksregierung geschlossen wird, müssen wir in Nottuln von heute auf morgen die entsprechende Anzahl an Flüchtigen aufnehmen“, schreibt die UBG in einer Pressemitteilung.

Einerseits müsse also in kurzer Zeit viel Wohnraum für viele Menschen geschaffen werden, die dauerhaft in Nottuln wohnen werden, andererseits dürften die Einrichtungen nicht zu groß sein, „damit keine sozialen Brennpunkte entstehen“. Einig waren die UBG-Mitglieder sich, dass nicht viel mehr als 100 Personen an einem Standort untergebracht werden sollten. „Dabei haben wir unsere ursprünglich gewünschte Grenze von maximal 60 Personen aufgrund des Zeitdrucks bereits angepasst“, erklärt Fraktionsvorsitzender Karl Hauk-Zumbülte und ergänzt: „Eine dezentrale Unterbringung ist auf jeden Fall zu favorisieren. Des Weiteren ist uns auch sehr klar, dass wir dringend den sozialen Wohnungsbau vorantreiben müssen, damit auch Familien in Nottuln bezahlbare Wohnungen finden. Beides wäre durch das Projekt am Dirksfeld möglich.“

Die Auswahl der jetzt vorgeschlagenen Möglichkeiten in Schapdetten und in Appelhülsen sei logisch, weil es Gebäude beziehungsweise Flächen im Besitz der Gemeinde seien, weshalb eine Umsetzung schnell möglich sein werde, schreibt die UBG. „Aber mit ziemlicher Sicherheit werden diese beiden Standorte nicht ausreichen.“ Die UBG fordert, dass in allen Ortsteilen weitere Wohnmöglichkeiten für Flüchtlinge gesucht werden.

Dabei sei es zwingend notwendig, die Bürgerinnen und Bürger in die Überlegungen und Planungen intensiv einzubeziehen. Ein gemeinsames Suchen erhöhe die Akzeptanz und verhindere, dass weiter Gerüchte wie in den vergangenen Wochen ins Kraut schießen.

„Wer heute strikt gegen das Projekt Dirksfeld ist, muss auch eine leistungsfähige Alternative aufzeigen. Alles andere wären Lippenbekenntnisse“, betont die UBG.

Abschließend schreiben die Unabhängigen: „Im vergangenen Jahr haben viele Freiwillige eine überwältigende Hilfsbereitschaft gezeigt. Diese Hilfsbereitschaft und Offenheit gegenüber den Flüchtlingen sollte alle Beteiligten ermutigen, dass die große Herausforderung der Wohnraumbeschaffung gemeistert wird und die Integration der zu uns kommenden Menschen gelingen kann.“

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