Sa., 27.02.2016

Stephan Orth kommt Eine ganz andere Perspektive

Den Iran hat die Nottulnerin Ulla Wolanewitz (Mitte) im vergangenen Jahr besucht. Auch der Journalist und Buchautor Stephan Orth war da. Ihr Programm und ihre Erfahrungen waren allerdings sehr unterschiedlich.

Den Iran hat die Nottulnerin Ulla Wolanewitz (Mitte) im vergangenen Jahr besucht. Auch der Journalist und Buchautor Stephan Orth war da. Ihr Programm und ihre Erfahrungen waren allerdings sehr unterschiedlich. Foto: Ulla Wolanewitz

Nottuln - 

Einen prominenten Gast hat der Verein Kunst und Kultur am 18. März in Nottuln: Der Journalist und Autor Stephan Orth ist mit seinem neuen Buch „Couchsurfing im Iran“ zurzeit in aller Munde.

Zu einer spannenden Autorenlesung lädt der Verein Kunst und Kultur am 18. März (Freitag) um 20 Uhr in die Alte Amtmannei ein: Der Journalist und Autor Stephan Orth stellt sein neues Buch „Couchsurfing im Iran“ vor.

Offiziell ist es verboten. Trotzdem reist Stephan Orth als Couchsurfer kreuz und quer durch den Iran, schläft auf Dutzenden von Perserteppichen, erlebt irrwitzige Abenteuer – und lernt dabei ein Land kennen, das so gar nicht zum Bild des Schurkenstaates passt. Denn die Iraner sind nicht nur Weltmeister in Sachen Gastfreundschaft, sondern auch darin, den Mullahs ein Schnippchen zu schlagen.

Sein Buch „Couchsurfing im Iran“ ist derzeit in aller Munde und „darf in keinem Bücherregal fehlen“, schwärmt Ulla Wolanewitz, 2. Vorsitzende des Kulturvereins, die Orths amüsanten, kurzweiligen Schmöker in die Hand bekam, als sie sich im vergangenen Jahr beruflich auf dem Weg von Teheran nach Mashad befand. „Kollegen hatten es dabei. Ich war etwas neidisch auf den Blick hinter die Kulissen, den er sich als Couchsurfer erobert hat“, gesteht Ulla Wolanewitz. „Wir waren nur ‚staatlich genehmigt‘ unterwegs, hatten kaum private Kontakte, dafür aber einen Moscheen- und Mausoleen-Marathon zu bewältigen.“ Wie es ihr bei 40 Grad mit Kopftuchpflicht ergangen ist, schildert die Nottulnerin am 18. März kurz, bevor sie das Wort und die Maus für den Beamer an Stephan Orth übergibt.

Der Columbus-Preisträger, der in Hamburg lebt, kam in den Genuss einer Bikiniparty in der Pilgerstadt Mashhad, übernachtete neben dem Atomkraftwerk Bushehr, besuchte ein Sadomaso-Geheimtreffen in Teheran. Als Couchsurfer tauscht er Hotel gegen Privatquartier und lernt das Land so von seiner ganz privaten Seite kennen. Denn hinter verschlossenen Türen fällt der Schleier und die Angst vor den Sittenwächtern.

Ob beim Rotwein-Besäufnis mit einem persischen Prinzen oder bei einem Wohnzimmer-Date mit versammelter Großfamilie, im stinkenden Schmugglerbus oder im rasenden Kleinwagen: Jede neue Begegnung fügt sich als Puzzleteil ein in das Gesamtbild eines Landes, dessen Realität komplett anders ist, als die Klischees vermuten lassen.

Tickets gibt es für 10 Euro im Geschäft Dammann, Daruper Straße, ✆ 4 22, online unter www.kunst-kultur-nottuln.de oder für 12 Euro an der Abendkasse.

 

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