Mi., 19.10.2016

Ausstellung und Buchpräsentation Alltagsgeschichte in Bildern

Eines der 6000 Fotos aus der großen Sammlung von Johannes Weber, aus der das LWL-Medienzentrum einen Bildband und eine Ausstellung entwickelt hat.

Eines der 6000 Fotos aus der großen Sammlung von Johannes Weber, aus der das LWL-Medienzentrum einen Bildband und eine Ausstellung entwickelt hat. Foto: Johannes Weber/LWL

Nottuln - 

Orts- und Alltagsgeschichte kann spannend sein. Das Medienzentrum des Landschaftsverbandes Westfalen-Lippe tritt den Beweis dafür mit einer Ausstellung von Bildern von Johannes Weber und einem neuen Buch an.

Von Frank Vogel

Er ist einer der Dorfchronisten schlechthin: In mehr als 6000 Fotografien hat Johannes Weber zwischen 1946 und 1955 mit seiner Leica-Kleinbildkamera das Leben in Nottuln festgehalten. Sei es bei Hochzeiten, beim Schützenfest oder aber beim Spiel der Kinder auf der Straße – Johannes Weber war dabei und hielt drauf. Eine Auswahl der aussagekräftigsten Fotos aus der umfänglichen Sammlung sind jetzt in einer Ausstellung zu sehen, zu der das Medienzentrum des Landschaftsverbandes Westfalen-Lippe (LWL), die Gemeinde Nottuln und der Lions-Club Baumberge-Münsterland einladen.

„Dorfleben in den Nachkriegsjahren“, so heißt nicht nur die Ausstellung, sondern auch ein entsprechender LWL-Bildband, der pünktlich zur Vernissage im Verlag Tecklenborg erscheinen wird. Die Eröffnung der Ausstellung findet am 28. Oktober (Freitag) um 18.30 Uhr im Festsaal des alten Gasthauses Tombrock an der Burgstraße statt. Nach der Begrüßung durch Prof. Dr. Markus Köster, dem Leiter des LWL-Medienzentrums für Westfalen, und Bürgermeisterin Manuela Mahnke wird Stephan Sagurna in die Ausstellung einführen.

Sagurna, Mitarbeiter im Medienzentrum, hat wissenschaftlich zum Nachlass von Johannes Weber gearbeitet (wir berichteten) und bereits mehrere Veröffentlichungen zu diesem Thema vorzuweisen. Er hat für die Fotoausstellung Bilder zu den Themenschwerpunkten „Ortsansichten“, „Festlichkeiten, Feiern und Ereignisse“, „Die Nottulner Fa­brikan­ten­fa­milie Rhode“ und „Porträts“ ausgesucht. Die Aufnahmen des ambitionierten Fotoamateurs Johannes Weber zeigen den Alltag der Nachkriegsjahre mit seinen Alltäglichkeiten wie auch mit dem Besonderen.

„Die Ausstellung vermittelt ein lebendiges Bild Nottulns aus dieser Zeit, die heute versunken ist, aber bis vor einem halben Jahrhundert in vielen Dörfern und Kleinstädten Westfalens Alltag war“, heißt es in der Einladung zur Ausstellung.

Die Vernissage am 28. Oktober endet mit einem Film über den Martinimarkt im Jahre 1958. Die Ausstellung wird anschließend bis einschließlich zum 27. November zu sehen sein. Öffnungszeiten sind samstags von 15 bis 17 Uhr und sonntags von 11 bis 13 Uhr sowie von 15 bis 17 Uhr.

Leserkommentare

Google-Anzeigen

flohmarkt.ms Anzeigen

Schnäppchen und Angebote aus Ihrer Umgebung

Anzeige


http://event.yoochoose.net/news/705/consume/10/2/4377932?categorypath=%2F2%2F84%2F61%2F93%2F104%2F164%2F