So., 09.07.2017

St.-Martini-Bruderschaft Thorben Wienkamp regiert

Geschafft: Mit dem 121. Schuss sicherte sich Thorben Wienkamp die Königswürde der St.-Martini-Bruderschaft. Zu seiner Königin wählte er Caroline Lindemann.

Geschafft: Mit dem 121. Schuss sicherte sich Thorben Wienkamp die Königswürde der St.-Martini-Bruderschaft. Zu seiner Königin wählte er Caroline Lindemann. Foto: Dieter Klein

Nottuln - 

Es hat zunächst ein wenig gedauert, dann lag der Vogel plötzlich unten: Mit dem 121. Schuss wurde Thorben Wienkamp neuer König der St.-Martini-Bruderschaft.

Von Dieter Klein

Blauweißer Himmel, blauweiße Fähnchen, blauweiße Federn – alle Voraussetzungen für ein großes Schützenfest der St.-Martini-Bruderschaft waren gegeben. Und die Martinis schafften es trotz gewisser Personalprobleme: Sie haben einen neuen König. Sein Name: Thorben Wienkamp. Der 121. Schuss wurde sein Königsschuss. An seiner Seite: Königin Caroline Lindemann.

Doch das liest sich schneller als geschehen. Das Schießen verlief äußerst zögerlich. So dauerte es, da sich zunächst niemand bereitfand, die Nachfolge von König Ludger Rumphorst anzutreten. Dann aber, nach etlichen Diskussionen unter den Vorstandsmitgliedern, fanden sich doch ein paar Freunde, die bereit waren für den Königsschuss. Und mit Unterstützung des erfahrenen Schießmeisters Bernd Gerding und dessen Spezialmunition klappte es gerade noch, im gesetzten Zeitfenster zurück ins Dorf zu kommen.

Fotostrecke: Schützenfest der St.-Martini-Bruderschaft

Hier, wo Stunden zuvor alles so schön begonnen hatte. Zahlreiche Zuschauer am Stiftsplatz jubelten, als die berittenen, prächtig anzuschauenden Offiziere auf ihren Rössern über das Kopfsteinpflaster heranritten. Dahinter die Kutsche mit König Ludger Rumphorst, König Michael Gerdemann von 2015 und den Jubelkönigen Heiner Dunkel-Steinhoff (40) und Elmar Petermann (25). Markus Schürmann, seit kurzem erst neuer Ehrendirektor der Bruderschaft, den man kurz zuvor noch bei den Pferden gesehen hatte, ging mit seinen Schützenbrüdern zu Fuß zur Vogelstange.

Patrick Hagedorn, erst kürzlich zum neuen Hauptmann befördert, machte seine Sache gut. Mit kräftiger Stimme lobte er die Guten und ahndete Verfehlungen mit einer Runde „Entengang“ (Frederik Kötter).

Sehr viel Applaus gab es auch für den „Club der Guten“, aus dessen (Antoni)-Reihen Bernd und Georg Steinhoff, Stephan Schlüter, Laurenz Rumphorst und 1. Antoni-Direktor Michael Sendes den Zugweg absichern halfen und von (vergessenen) Sperren befreiten.

An der Vogelstange hatte sich da schon viel Volk versammelt. Man genoss das lauwarme Lüftchen, die kühlen Getränke und die flotte Musik der beiden Begleitkapellen. Und irgendwann fiel auch der Vogel, den Jan-Philipp Prinz jr. schließlich nicht vergebens hierher geschleppt haben wollte.

Und noch jemand freute sich: Ex-Königinmutter Bettina Rumphorst. Sie wollte wohl verhindern, dass sich wieder irgendwer aus ihrer Familie um den Königstitel bemühte. In der Verkleidung eines bärtigen jungen Martini-Schützen war sie mit im Tross zur Vogelstange gekommen. „Bettina undercover!“ Großartige Idee.

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