Mi., 20.09.2017

Lions Club Baumberge-Münsterland Kriminalität wächst enger zusammen

Über die Innere Sicherheit referierte vor dem Lions Club Baumberge-Münsterland der NRW-Landesvorsitzende des Bundes der Kriminalbeamten, Sebastian Fiedler – hier im Bild mit Club-Präsident Jörg Grabenschröer (vorne r.).

Über die Innere Sicherheit referierte vor dem Lions Club Baumberge-Münsterland der NRW-Landesvorsitzende des Bundes der Kriminalbeamten, Sebastian Fiedler – hier im Bild mit Club-Präsident Jörg Grabenschröer (vorne r.). Foto: Lions Club

Nottuln/Billerbeck - 

Terrorismus, Extremismus, organisierte Kriminalität und Wirtschaftskriminalität vernetzen sich. Darauf müssen die Behörden reagieren.

„Die Schnittmengen zwischen den Kriminalitätsformen werden immer größer, die Vernetzungen werden immer enger. Terrorismus, Extremismus, organisierte Kriminalität und Wirtschaftskriminalität – wie beispielsweise Geldwäsche – können schon lange nicht mehr isoliert voneinander gesehen und bekämpft werden“, zeichnete Sebastian Fiedler eine veränderte Lage für die innere Sicherheit auf. Der Kriminalist und Landesvorsitzende des Bundes Deutscher Kriminalbeamter (BDK) in NRW referierte nun vor dem Lions Club Baumberge-Münsterland.

Der Lions Club befasst sich in seinem aktuellen Lions-Jahr unter verschiedenen gesellschaftlichen und sozialen Aspekten mit dem Thema „Sicherheit“. „Wir engagieren uns mit unseren Club-Aktivitäten zwar projektbezogen hauptsächlich bei der Unterstützung sozialer Sicherung. Aber auch viele andere Bereiche unter dem Stichwort „Sicherheit“, die wir jetzt genauer kennenlernen wollen, spielen dort mit hinein. Es hängt häufig genug vieles direkt oder indirekt miteinander zusammen“, verdeutliche Club-Präsident Jörg Grabenschröer den Hintergrund. Der Vortrag von Fiedler, der auch stellvertretender Bundesvorsitzender des BDK ist, über die aktuelle Sicherheits- und Bedrohungslage in Deutschland stellte somit den Auftakt einer Vortragsreihe dar.

Fiedler verwies darauf, dass der Kampf gegen Terror und Kriminalität nicht allein von einem Land geführt werden könne. „Wir brauchen in diesem Kampf eine enge Zusammenarbeit mindestens auf der europäischen Ebene. Terror und Kriminalität machen nicht an Landesgrenzen halt. Ganz im Gegenteil.“

Der BDK-Vorsitzende erneuerte seine Forderung an die Politik, die Beamten mit einer spezialisierten Ausbildung besser zu qualifizieren und sie von einfachen Diensten und Arbeiten zu entlasten „Es ist unverständlich, weshalb immer noch Polizisten mit Fachhochschulabschluss im reinen Objektschutz eingesetzt werden. Das kann auch von anderen Kräften genauso gut erfolgen. Die Kollegen werden in den Kommissariaten und in der Fahndung gebraucht“, nannte der BDK-Vorsitzender Beispiele.

Dem interessanten Vortrag quer durch innere Sicherheit folgte eine rege Debatte darüber, wie Polizeiarbeit besser organisiert und wie auch der rechtliche Rahmen für eine effizientere internationale Zusammenarbeit geschaffen werden kann.

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