Do., 07.12.2017

Kreisstraße 13 in Darup Klare Absage an einen Mini-Kreisel

Mini-Kreisverkehre (hier ein Beispiel) werden in vielen Kommunen als Tempo-Bremse angelegt. Für Darup entschied die Politik, auf einen Mini-Kreisel zu verzichten. Die Gemeinde spart dadurch 80 000 Euro.

Mini-Kreisverkehre (hier ein Beispiel) werden in vielen Kommunen als Tempo-Bremse angelegt. Für Darup entschied die Politik, auf einen Mini-Kreisel zu verzichten. Die Gemeinde spart dadurch 80 000 Euro. Foto: Anne Steven

Nottuln/Darup - 

Im Jahr 2019 soll die Kreisstraße 13 in Darup saniert werden. Eine erste Entwurfsplanung wurde nun vorgestellt.

Von Ludger Warnke

Voraussichtlich Anfang des Jahres 2019 werden in Darup die Bagger anrollen, um die Kreisstraße 13 innerhalb Darups zu sanieren und neu zu gestalten. Klaus Dammers von der Kreisverwaltung Coesfeld stellte am Mittwochabend im Ausschuss für Gemeindeentwicklung den Planungsentwurf für das Projekt vor, das in der Ursprungsplanung rund 755 000 Euro kosten sollte. Die Gemeindepolitik stimmte in weiten Teilen dem Konzept zu, entschied sich aber mehrheitlich gegen den Bau eines Mini-Kreisverkehrs am Knotenpunkt Roruper/Coesfelder Straße.

Die K 13 in der Ortslage Darup erstreckt sich von der Roruper Straße (beginnend ab Kreuzung mit der B 525) über die Coesfelder Straße und weiter über die Billerbecker Straße. Im Bereich der Roruper Straße plant der Kreis von der Umgehungsstraße startend die Fortführung des Radweges bis zum Köttling und im weiteren Verlauf einen markierten Fahrradschutzstreifen. Wegen eines offenen Grabens und des notwendigen Erhalts von Bäumen wird die Straße ein wenig verschwenkt. Zwar gab es zu diesem Entwurf mehrere kritische Nachfragen, dennoch billigte der Ausschuss am Ende einstimmig diesen Teil der Planung. An den Radwegkosten beteiligt sich die Gemeinde Nottuln mit etwa 20 000 Euro.

Einstimmig gebilligt wurde vom Ausschuss auch das Konzept für die Sanierung der Billerbecker Straße. Erneuert werden in diesem Zusammenhang auch die Bürgersteige. Diese befinden sich allerdings im Besitz der Gemeinde, weshalb sie für die Bürgersteigsanierung rund 40 000 Euro dazugibt. Da in einem Teil der Billerbecker Straße auch die Trinkwasserleitung erneuert werden muss, sind auch die Gemeindewerke an den Bürgersteigkosten beteiligt.

Sehr kritisch wurde der für den Knotenpunkt Roruper Straße/Coesfelder Straße geplante Mini-Kreisverkehr gesehen. Der Kreis Coesfeld hatte ihn in Absprache mit der Gemeindeverwaltung als gestalterisches Element und Tempobremse geplant. Zudem könnten für Fußgänger deutlich bessere Querungsmöglichkeiten geschaffen werden. Während die FDP diese Planung begrüße, sahen die anderen Fraktionen keine Notwendigkeit für einen Mini-Kreisel. Dies auch vor dem Hintergrund der Kosten: Die Gemeinde hätte 80 000 Euro dazugeben müssen. Mit 14:2 Stimmen wurde der Kreisverkehr abgelehnt. Der Kreis Coesfeld wird das Projekt nun mit einer abknickenden Vorfahrt weiter planen.

Ungeklärt blieb die problematische Parksituation auf der Billerbecker Straße, die von mehreren Daruper Ausschussmitgliedern angesprochen wurde. Karsten Fuchte von der Gemeindeverwaltung betonte, dass durch eine Parkflächenmarkierung eine ganze Reihe von Stellplätzen verloren gingen. Sein Vorschlag: Am 19. Dezember (Dienstag) könne man das Thema bei der Werkstatt zum Daruper Dorfinnenentwicklungskonzept diskutieren.

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