Förderverein Mariä Himmelfahrt
Sitzgruppe für Appelhülsen

Appelhülsen -

Elf Entwürfe für eine Sitzgruppe in der Nähe der Appelhülsener Kirche bekam der Förderverein St. Mariä Himmelfahrt präsentiert. Und hat jetzt die Qual der Wahl.

Donnerstag, 15.02.2018, 18:02 Uhr

Elf Vorschläge: Die Schüler vom Richard-von-Weizsäcker-Berufskolleg aus Lüdinghausen stellten im Rahmen des Projektes „Gestaltung“ im Handwerk ihre Modelle zu einer Sitzgruppe den Vertretern vom Förderverein St. Mariä Himmelfahrt vor. Links hinten im Bild Fachlehrer Frederik Schaube, rechts hinten Klassenlehrer Oliver Stüwe.
Elf Vorschläge: Die Schüler vom Richard-von-Weizsäcker-Berufskolleg aus Lüdinghausen stellten im Rahmen des Projektes „Gestaltung“ im Handwerk ihre Modelle zu einer Sitzgruppe den Vertretern vom Förderverein St. Mariä Himmelfahrt vor. Links hinten im Bild Fachlehrer Frederik Schaube, rechts hinten Klassenlehrer Oliver Stüwe. Foto: Ulla Wolanewitz

Elf Schüler vom Richard-von-Weizsäcker-Berufskolleg aus Lüdinghausen haben am Donnerstagvormittag im Appelhülsener Pfarrheim Vertretern des Fördervereins St. Mariä Himmelfahrt ihre Modelle für eine Sitzgruppe vorgestellt.

„Sehr vielfältig. Keines ist wie das andere. Da steckt viel Auseinandersetzung drin“, lobte Erwin Hake vom Vorstand des Fördervereins. Die Aufgabe lautete, eine Sitzgruppe zwischen Kirche und Pfarrheim zu entwerfen. Nacheinander präsentierten die jungen Handwerker ihre Skizzen und Modelle dem Auditorium, erläuterten ihre Ideen, die Formensprache sowie ihre Entscheidung zur Materialauswahl.

Seit mehr als 13 Jahren führt das Berufskolleg mit den Metallbau-Auszubildenden im dritten Lehrjahr das Projekt „Gestaltung im Handwerk“ durch. „Mittlerweile sind wir das einzige Berufskolleg in NRW“, so Klassenlehrer Oliver Stüwe . Dass es von Erfolg gekrönt ist, beweise unter anderem die Tatsache, dass „wir die Projektarbeit im vergangenen Jahr auf der Internationalen Handwerksmesse in München am Stand vom Bundesverband Metall vorstellen durften“, so Fachlehrer Frederik Schaube .

Große Aufmerksamkeit erzielte Steffen Meier mit seiner Version. Er wählte für die Seitenwände massive Stahlplatten, die eine Kirchensilhouette nachzeichneten. „Da die Sitzgruppe in Kirchennähe stehen soll, bietet sich das an“, erläuterte der Junghandwerker. Den Einwand, dass die Turmspitze durch ihre Scharfkantigkeit eine Gefahrenquelle darstellen könnte, fing er fachmännisch auf, weil „sich da auch mit Radien arbeiten lässt“.

Die anderen Versionen ließen beispielsweise ein Fünfeck aus Vierkantrohren-Rahmen erkennen, einen gekreuzten Bumerang sowie freischwebende Armlehnen oder Standfüße. Ihrem Handwerk entsprechend empfahlen die Azubis für die Grundkonstruktion Edelstahl, alternativ pulverbeschichteten Stahl oder Cortenstahl (Stahl in Edelrostoptik). Was die Sitz- und Tischflächen anbelangt, bevorzugten die meisten – ihrer Pflegeleichtigkeit wegen – Wood Polymer Composites (WPC). Diese relativ neuen Holz-Polymer-Werkstoffe sollen eine Alternative zu Tropenhölzern darstellen. Sie sind Verbundwerkstoffe, die zu 80 Prozent Holzfasern und einen Anteil Kunststoff enthalten.

Wie es dabei um die Kratzfestigkeit bestellt ist, wollte Jurymitglied und Malermeister Heiner Bause wissen. Gut, aber unkaputtbar ist das Material genauso wenig wie Holz. „Vor Vandalismus können wir uns nicht komplett schützen. Ein Restrisiko bleibt immer“, gab Oliver Stüwe zu verstehen.

Preislich gab er zu bedenken, dass eine Fertigung in Edelstahl in etwa doppelt so teuer würde wie eine verzinkte, pulverbeschichtete Version, wobei „Edelstahl nicht unbedingt haltbarer ist und auch aufwendiger in der Herstellung“.

Nun wird die Jury vom Förderverein sich mit den Entwürfen genauer auseinandersetzen. Dabei werden auch die Aspekte Bequemlichkeit, barrierefreier Zugang und nicht zuletzt die Sonneneinstrahlung bewertet. Fest steht, dass das Projekt – noch vor den Sommerferien – spätestens bis Juni realisiert werden soll. „Das haben wir noch in jedem Jahr geschafft“, versicherte Frederik Schaube.

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