Ortsumgehung Nottuln
„Tschüss, Durchgangsverkehr“

Nottuln -

Die Bürger in Nottuln warten gespannt auf den offiziellen Freigabetermin der Umgehungsstraße.

Dienstag, 03.04.2018, 22:04 Uhr

Die abschließenden Arbeiten werden unter Hochdruck durchgeführt: Aktuell wird die letzte Fahrbahnschicht auf dem Abschnitt zwischen Nonnenbachtal und Kreuzung Havixbecker Straße aufgetragen.
Die abschließenden Arbeiten werden unter Hochdruck durchgeführt: Aktuell wird die letzte Fahrbahnschicht auf dem Abschnitt zwischen Nonnenbachtal und Kreuzung Havixbecker Straße aufgetragen. Foto: Ludger Warnke

Die Neugier wächst: Wann genau wird die neue Ortsumgehung Nottuln für den Verkehr freigegeben? Einen genauen Termin nannte Josef Brinkhaus, Pressesprecher der Regionalniederlassung Münsterland des Landesbetriebs Straßen.NRW, auch gestern am Tag nach Ostern nicht. Es bleibt bei der bisherigen offiziellen Sprachregelung: „Wir haben einen Zeitplan: Wir wollen definitiv im Mai fertig sein.“

Und nach Rücksprache mit der ausführenden Baufirma sieht es gut aus, dass es bei diesem Zeitplan bleibt, wie Brinkhaus erläuterte. Auf der Baustelle Umgehungsstraße laufen die Abschlussarbeiten auf Hochtouren, wie auch am Großaufgebot der Baufahrzeuge und Material-Lkw zu erkennen ist. So wird aktuell die letzte Fahrbahnschicht auf dem Abschnitt zwischen Nonnenbachtal und Kreuzung Havixbecker Straße aufgetragen. In diesem Bereich erfolgen gegenwärtig auch weitere Grünanpflanzungen. Bei anhaltend milden Temperaturen können auch die Markierungsarbeiten und die weiteren Arbeiten an der Ausschilderung durchgeführt werden.

Viele Bürger fragen sich, ob es wie beim offiziellen Baustart am 11. April 2013 eine festliche Feierstunde geben wird. Damals hatten rund 200 Bürger (Befürworter und Kritiker) an dem ersten Spatenstich am Mittelweg teilgenommen.

Auch die Politik treibt die Frage um. Als in der jüngsten Sitzung des Ausschusses für Gemeindeentwicklung die Frage nach dem offiziellen Einweihungstermin aufkam, konnte Bürgermeisterin Manuela Mahnke dies gut verstehen. Auch die Gemeinde habe ein großes Interesse, den genauen Termin bald zu erfahren. Bislang sei der Einweihungstermin aber noch nicht mitgeteilt worden. Die Bürgermeisterin spricht sich dafür aus, das Ereignis angemessen zu würdigen. Sie könne sich zum Beispiel vor der Freigabe der Straße unter anderem einen Bürgerspaziergang unter fachkundiger Begleitung auf der neuen Ortsumgehung vorstellen. Konkrete Planungen liegen aber noch nicht vor, wie die Gemeindeverwaltung gestern auf Nachfrage erklärte. Es hängt vom Termin ab.

UBG-Ratsherr Herbert van Stein mahnte in der damaligen Sitzung übrigens zur Zurückhaltung. Die Straße habe auch viele Kritiker. Auf die Gefühle dieser Bürger sollte man Rücksicht nehmen. Solche Hinweise und Überlegungen hielt CDU-Ratsfrau Roswitha Roeing-Franke hingegen für nicht angebracht. Über die neue Straße dürfe man sich wirklich freuen.

Gespannte Freude herrscht bei vielen Bürgern in der Ortsdurchfahrt. Endlich weniger Lkw-Lärm und Abgase. Und der ein oder andere Anlieger will am Tage der Einweihung seine Freude auch öffentlich machen. So haben sich Anlieger der Daruper Straße bereits überlegt, vielleicht mit einem zünftigen Grillen auf dem Bürgersteig „Tschüss, Durchgangsverkehr“ zu sagen.

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