Feuerwehr Nottuln
Feuerwehr sucht Lebensretter

Nottuln -

Schauvorführungen, Informationen, Kinderbelustigung, Essen und Trinken – beim Tag der offenen Tür der Nottulner Feuerwehr am 20. Mai ist wieder viel los. Ganz besonders möchten die Feuerwehrleute aber ein Thema in den Fokus rücken.

Donnerstag, 17.05.2018, 11:05 Uhr

Die Feuerwehr ist allzeit breit. Am Tag der offenen Tür informiert sie aber nicht nur über ihre eigene Arbeit, sondern wirbt auch für die Unterstützung der Deutschen Knochenmarkspenderdatei.
Die Feuerwehr ist allzeit bereit. Am Tag der offenen Tür informiert sie aber nicht nur über ihre eigene Arbeit, sondern wirbt auch für die Unterstützung der Deutschen Knochenmarkspenderdatei. Foto: Ludger Warnke

Normalerweise sind sie die Lebensretter – die Frauen und Männer der Freiwilligen Feuerwehr Nottuln. Am Pfingstsonntag (20. Mai) sucht der Löschzug Nottuln Lebensretter in der Bevölkerung, damit möglichst viele an Blutkrebs erkrankte Menschen eine zweite Chance auf Leben erhalten.

Die Typisierungsaktion in Zusammenarbeit mit der gemeinnützigen DKMS (Deutsche Knochenmarkspenderdatei) ist ein wesentlicher Programmpunkt beim Tag der offenen Tür am Feuerwehrgerätehaus Appelhülsener Straße. In der Zeit von 14 bis 18 Uhr werden Mitglieder der DKMS über ihre Arbeit informieren, über die Chancen auf Heilung durch eine Stammzellenspende und über die Möglichkeit der Hilfe, indem jeder gesunde Mensch zwischen 18 und 55 Jahren sich als Stammzellenspender typisieren und registrieren lässt.

Nach Angaben der DKMS erkrankt in Deutschland alle 15 Minuten ein Mensch an Blutkrebs. Für viele sei die Stammzellenspende die einzige oder letzte Chance auf Leben.

Damit ein passender Stammzellenspender gefunden werden kann, ist die Typisierung und Aufnahme in die Spenderdatei wichtig. Der Ablauf ist recht simpel: Damit die Gewebemerkmale eines potenziellen Spenders analysiert werden können, machen die DKMS-Mitarbeiter einen Wangenabstrich mit einem Wattestäbchen. Die Probe wird im Labor untersucht, die Ergebnisse landen in der Spenderdatei. Wenn die Spendermerkmale zu einem Blutkrebspatienten passen, erfolgt nochmals beim Spender ein medizinischer Check und eine umfassende Aufklärung durch den Arzt. Erst wenn der Spender sein endgültiges Einverständnis erteilt, kommt es zur Stammzellenspende.

Dabei gibt es zwei verschiedene Arten: In den meisten Fällen (rund 80 Prozent) werden Stammzellen über die sogenannte „periphere Stammzellspende“ der Blutbahn entnommen. In den restlichen Fällen werden die Stammzellen direkt dem Knochenmark entnommen.

Seit der Gründung der DKMS vor 27 Jahren verzeichnet die Hilfsorganisation mittlerweile rund 70 000 Stammzellenspenden. „Eine fantastische und wunderbare Zahl, die Hoffnung schenkt“, betont DKMS-Hauptgeschäftsführer Henning Wrogemann.

Dass diese Hilfe weiter anhält, dafür wollen sich auch die Nottulner Feuerwehrleute einsetzen. Sie laden die ganze Bevölkerung zu ihrem Tag der offenen Tür und zur Typisierung ein. Darüber hinaus hält die Veranstaltung aber noch viele weitere Angebote für Jung und Alt bereit. Schauvorführungen, Präsentation der technischen Ausrüstung (darunter das neue TLF 4000), Tipps zur Brandprävention, Kinderbelustigung und vieles mehr runden das Programm ab. Und wer abends zu passender Musik den Tag ausklingen lassen möchte, der ist ab 19 Uhr zum Tanz im Spritzenhaus willkommen.

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