Tierischer Besuch im St.-Elisabeth-Stift
Paul und Pauline waren die Stars

Nottuln -

Vor dem Kolkraben Anton hatten alle Respekt, dagegen wurden die putzmunteren Frettchen Paul und Pauline sofort ins Herz geschlossen. Tierischer Besuch im St.-Elisabeth-Stift.

Dienstag, 14.08.2018, 17:36 Uhr

Eule Charlotte ganz nah – für die Bewohner des St.-Elisabeth-Stifts war das ein tolles Erlebnis. Doch die eigentlichen Stars unter den Tieren von Falknerin Sabine Ehmanns-Kramp waren die Frettchen Paul und Pauline (kl. Foto).
Eule Charlotte ganz nah – für die Bewohner des St.-Elisabeth-Stifts war das ein tolles Erlebnis. Doch die eigentlichen Stars unter den Tieren von Falknerin Sabine Ehmanns-Kramp waren die Frettchen Paul und Pauline (kl. Foto). Foto: Dieter Klein

Für die Bewohner wie Betreuerinnen des St.-Elisabeth-Stifts bot der Samstagnachmittag einmal ein paar Stunden völlig ungewohnter Unterhaltung. Dafür sorgten schon Uhu Fritz, die Eule Charlotte, der Kolkrabe Anton, die Frettchen Paul und Pauline, Königspudel Daniel und eine Dackelhündin namens Grete. Mit dieser bunten Menagerie war Falknerin und Altenpflegerin Sabine Ehmanns-Kramp aus Gladbeck nach Nottuln gekommen.

Greifvögel und andere Tiere hautnah im St.-Elisabeth-Stift Nottuln

1/14
  • Foto: iDieter Klein
  • Foto: iDieter Klein
  • Foto: iDieter Klein
  • Foto: iDieter Klein
  • Foto: iDieter Klein
  • Foto: iDieter Klein
  • Foto: iDieter Klein
  • Foto: iDieter Klein
  • Foto: iDieter Klein
  • Foto: iDieter Klein
  • Foto: iDieter Klein
  • Foto: iDieter Klein
  • Foto: iDieter Klein
  • Foto: iDieter Klein

Einmal zur Unterhaltung. Zum anderen aus Therapiegründen. Hat sich doch längst erwiesen, dass Tiere nahezu jeglicher Spezies unter fachkundiger Anleitung eine geradezu heilsame und beruhigende Wirkung besonders auf ältere und kranke Mitmenschen ausüben.

So staunten die Herrschaften, die sich im weiten Kreis im Garten des St.-Elisabeth-Stifts zusammengesetzt hatten, gleich zu Beginn respektvoll über die starren Bernstein-Augen von Uhu Fritz, auch wenn dieser mit seiner mächtigen Spannweite von fast anderthalb Metern und den gefährlich spitzen Krallen mehr die nahen Bäume im Blick hatte als die Menschen um ihn herum. Doch die Falknerin, die Gelüste ihres Vogels richtig deutend, hielt ihn fest an langer Leine. Lediglich die kleinere Eule Charlotte durften sich später einige Stiftsbewohner mit Lederhandschuhen geschützt zum Streicheln auf die Hand fliegen lassen.

Am schnellsten aber schlossen die Menschen die beiden Frettchen Paul und Pauline in ihre Herzen. Zu putzig sah es aber auch aus, wenn Frauchen Spezialfutter vor die Mäulchen mit den nadelspitzen Zähnchen hielt. Streicheln war erlaubt, Händewaschen danach war Pflicht. Denn die Frettchen sahen zwar süß aus wie Steifftiere, „stanken aber wie Iltisse“, wie ein Besucher amüsiert anmerkte.

Den meisten Respekt zollten alle, selbst die Falknerin, jedoch Anton, dem Kolkraben. Denn der „Schwatte“ mit dem furchterregenden langem Schnabel, erst vier Monate alt, benahm sich auch wie ein Halbstarker. Und deshalb musste selbst die erfahrene Falknerin zuvor ihre Kontaktlinsen gegen eine Brille austauschen.

Respekt hatten einige Anwesende auch vor Tieren, die deutlich kleiner und völlig harmlos sind: Als die Falknerin einigen Besuchern ein paar niedliche Mäuschen in die Hände setzte, in denen die Tiere auch brav sitzen blieben, nahmen einige Damen doch Reißaus: „Igittigitt, Mäuse! Nichts wie weg.“

Anzeige
Anzeige
https://event.yoochoose.net/news/705/consume/10/2/5971221?categorypath=%2F2%2F84%2F61%2F93%2F104%2F164%2F
Stadt schaltet die ersten Pumpen ab
 Große Pumpanlagen führen dem Aasee Wasser zu. So soll der Sauerstoffgehalt im Wasser erhöht werden. Zu niedriger Sauerstoffgehalt hatte in der vergangenen Woche dazu geführt. dass 20 Tonnen Fisch verendet sind.
Nachrichten-Ticker