Nottuln

Mi., 01.09.2010

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Ab in die Tiefe

Werkeleiter Peter Scheunemann (links) und Projektbetreuer Harald Gerding freuen sich über den Beginn der Arbeiten für den „Nahwärmeverbund Hummelbach“. Foto: (Ariane Kurz)

Nottuln - Der Startschuss für die Umsetzung des Projektes „Nahwärmeverbund Hummelbach“ ist erfolgt. Die von den Gemeindewerken Nottuln beauftragte Tiefbaufirma hat nun mit den Arbeiten zur Herstellung der Rohrgräben begonnen.

Ziel des Projektes ist es, zukünftig aus einer Holzhackschnitzelanlage kommunale Gebäude mit Wärme und Strom zu versorgen, informieren die Gemeindewerke in einer Pressemitteilung. Es erfolgt eine Einbindung in die Heizzentrale der Bäder, die bereits über zwei Blockheizkraftwerke und einen Spitzenlastkessel verfügt. Dazu werden in den nächsten Wochen insgesamt rund 1500 Trassenmeter Wärmeleitungen verlegt. Die an der Leitungstrasse gelegene Jugendherberge und die Kindergärten haben die Möglichkeit, sich ebenfalls an den Wärmeverbund anzuschließen.

Herzstück des Projektes ist die Holzhackschnitzelanlage, die zwischen dem Trainingsplatz am Wellenfreibad und dem Schulkomplex errichtet wird. Mit den Bauarbeiten für die Holzhackschnitzelanlage soll noch im September begonnen werden.

Im Februar 2010 hatte der Betriebsausschuss nach langen Beratungen grünes Licht für das Projekt gegeben. Letztendlich entstehe quasi ein neuer Betriebszweig für die Gemeindewerke, teilen diese mit. In den vergangenen Monaten waren die Brennstoff- und Wärmelieferverträge „unter Dach und Fach“ zu bringen und der Betriebszweck der Gemeindewerke Nottuln um die „Energieversorgung“ zu erweitern. Zudem war die Finanzierung, insbesondere aus den Förderprogrammen des Bundes und des Landes NRW für „erneuerbare Energien“, sicherzustellen.

Das beauftragte Ingenieurbüro hatte die Planungsleistungen durchzuführen. Auf dieser Basis erfolgte bereits die Ausschreibung und Beauftragung für einen Großteil der Einzelgewerke. Insbesondere die Verlegung der Wärmeleitungen sei sehr vielschichtig, erläutern die Gemeindewerke.

Das 1500 Meter lange Leitungsnetz wird teilweise in Stahl und teilweise in Kunststoff verlegt. Dabei erfolgt ein Teil der Arbeiten in offener Bauweise, also mit Rohrgraben, und ein Teil unterirdisch im sogenannten Spülbohrverfahren. Wo es sich anbietet, erfolgen die Leitungsverlegungen durch Mitarbeiter der Gemeindewerke.

In einem ersten Schritt finden nun die Erdarbeiten und die Verlegung der Stahlleitungen zwischen dem Standort der Holzhackschnitzelanlage und dem Gymnasium statt, um möglichst zügig aus diesem sensiblen Bereich herauszukommen. In den nächsten Tagen soll auch mit den Erdarbeiten für die Verlegung der Wärmeleitungen zwischen St.-Martinus-Schule und Hallenbad begonnen werden.

Durch den Einsatz regenerativer Energien berücksichtigt die „Nahwärmeversorgung Hummelbach“ den Umweltaspekt, schreiben die Gemeindewerke. Andererseits ist das Projekt auch wirtschaftlich sinnvoll, denn durch den Abschluss günstiger Brennstofflieferungsverträge für die nächsten Jahre trägt das Projekt auch zu einer weiteren Unabhängigkeit von den zu erwartenden Preissteigerungen für fossile Brennstoffe bei.

„Die Gemeindewerke werden alles tun, um die Baumaßnahmen möglichst reibungslos durchzuführen“, betont Werkeleiter Peter Scheunemann. Trotzdem werde es in den nächsten Wochen durch die umfangreichen baulichen Maßnahmen zu einigen Beeinträchtigungen kommen. Für Fragen, Anregungen oder Informationen zum Projekt stehen die Mitarbeiter der Gemeindewerke telefonisch oder persönlich gerne zur Verfügung.


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