Nottuln
Mi., 10.03.2010
Bahnhof bleibt ein Notfall
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Appelhülsen - Als „Notfall Nummer 1“ ist am Montagabend auf der Versammlung der CDU der Bahnhof in Appelhülsen und da im Speziellen die alte Treppe bezeichnet worden. „Das ist ein lebensgefährlicher Zustand“, sagt CDU-Vorsitzender Thomas Höcker. Nach dem Frost sind die ohnehin maroden Stufen noch weiter zerbröckelt - und zuletzt notdürftig mit Schalbrettern repariert worden. „Gerade für ältere Bürger ist das eine Katastrophe“, hat Höcker selbst beobachten können. „Wir sind - wie andere auch - Opfer des Frostes geworden und müssen die Schäden jetzt aufarbeiten“, bedauert auch Thorsten Nehring von der Pressestelle der Bahn AG. Die Treppe soll baldmöglichst mit Platten gesichert werden.
Inzwischen gibt es aber erfreulich konkrete Mitteilungen zum Thema Modernisierungsmaßnahme. Nehring: „Die Rampe wird nicht gebaut, der behindertengerechte Zugang wird durch den Neubau der Personenüberführung mit Treppenanlage und Aufzügen sichergestellt.“
Genaueres kann Bürgermeister Peter Amadeus Schneider mitteilen. Die Treppe soll ein Stück Richtung Dülmen verschoben werden, sie wird überdacht und zwei Aufzüge erhalten. Besonders erfreulich: Die Gemeinde braucht weder die Baukosten noch die Unterhaltung zu tragen. Und weil die Modernisierung - wie bereits gemeldet - von der Straßenbaumaßnahme (Unterführung), die für 2014 vorgesehen ist, abgekoppelt worden ist, kann sie auf 2012 vorgezogen werden. Als Bauzeit werden zwei Jahre angesetzt, der Bau der Unterführung wird rund vier Jahre dauern.
Noch nicht in Betrieb sind die Info-Stelen, an denen der Fahrgast nachlesen kann, wann der nächste Zug kommt, an dem er auch über eine Sprechanlage Informationen einholen kann. Diese sind zwar bereits seit langem aufgestellt, aber sie funktionieren noch immer nicht. „Die Witterung hat die Kabelarbeiten verhindert“, erklärt die Bahn. „Die Maßnahme sollte deutlich eher fertig geworden sein, die Witterung ist jetzt nur noch dazugekommen“, kritisiert hingegen Gunnar Krampe, stellvertretender Geschäftsführer des Zweckverbandes SPNV Münsterland. Der ZVM finanziert die Maßnahme zum großen Teil, die Bahn führt sie aus. Warten tut Krampe auch schon lange auf eine Reaktion der Bahn zum Thema „Videoüberwachung“. Der ZVM habe bereits vor einem halben Jahr 20 000 Euro bereitgestellt, um eine exemplarische Planung für vier münsterländische Bahnhöfe machen zu lassen, um Daten für die münsterlandweite Bestückung der Bahnhöfe mit Video zu bekommen. „Da ist bis heute noch nichts passiert.“
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