Nottuln

Mo., 01.03.2010

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„Ein Christ ist kein Christ“

Der Vorstand der Kolpingsfamilie (v.l.): Ewald Schlüppmann, Agnes Harbeck, Gregor Hauk, Maria Tenbuß, Pfarrdechant Norbert Caßens, Ursula Thelen, Martin Radzieowski, Mechthild Schiewerling und Referent Matthias Knauf. Foto: (Benedikt Falz)
Von Benedikt Falz

Nottuln - „Ein Christ ist kein Christ.“ So lautete das Motto des Grußwortes von Gerhard Schmitz, dem Vorsitzenden der Kolpingsfamilie Nottuln. Es war angelehnt an das Leitthema der Kolpingarbeit der letzten Zeit. Schmitz, der krankheitsbedingt nicht an der Jahreshauptversammlung am Freitag teilnehmen konnte, grüßte die Mitglieder und forderte sie weiterhin zu engagierter Arbeit im Zeichen Adolph Kolpings auf.

Die 2. Vorsitzende Ursula Thelen übernahm seine Aufgaben und trug nach Begrüßung, Totengedenken und einem geistlichen Impuls den Vorstandsbericht vor, der die besondere Bedeutung der Gruppen wie die Familienkreise, die Seniorenstube, den Frauen-Treff und die Männerrunde oder die Sportgruppen als charakteristische Teile des Ganzen herausstellte. Thelen freute sich, „eine ständige Weiterentwicklung“ feststellen zu können: „Wir können stolz auf das Engagement sein“, sagte sie.

Einen lebhaften und interessanten Vortrag hielt danach Matthias Knauf aus Oelde, der als ehrenamtlicher Mitarbeiter bei Kolping-International beim Aufbau des Kolpingwerkes in Uganda mitwirkt. Er informierte per Power-Point-Präsentation darüber, wie die Spenden der Kolpingmitglieder in Uganda unter anderem für Kleinkreditprogramme, AIDS-Waisen- und Behindertenhilfe oder die Unterstützung der armen Landbevölkerung verwendet werden. „Kolping steht für Hilfe zur Selbsthilfe“, erklärte er. In diesem Zusammenhang dankte er auch der Kolpingsfamilie Nottuln, die die Einnahmen vom Martinimarkt nach Uganda gespendet hatte.

Martin Radzieowski, Sprecher des zweiten Familienkreises, hatte ebenfalls eine Präsentation vorbereitet, um mit vielen Fotos die Arbeit der Kolpinggruppen zu zeigen.

Kurze Berichte lieferten Schriftführerin Mechthild Schiewerling, die sich besonders über fünf Neuaufnahmen freute, und Kassierer Ewald Schlüppmann ab. Die Kassenprüfer konnten sich über die tadellos geführte Kasse nicht beschweren.

Bei den anstehenden Wahlen wurde Gerhard Schmitz in Abwesenheit wiedergewählt, genauso wie Ursula Thelen und Ewald Schlüppmann.

Ein großes Dankeschön ging an den Strickkreis, der in fleißiger Arbeit „hunderte Stricksachen für Baby- und Frühgeburtenstationen, Kinder- und Waisenhäuser sowie Aktionen in Tschernobyl und Chodziez“ hergestellt hatte, wie Jovita Eilmann und Paula Austermann berichteten.

Einen Bericht aus dem Gemeindeleben gab Pfarrdechant Norbert Caßens, der seit vier Monaten in Nottuln arbeitet. Er zeigte sich erstaunt über das vielfältige Vereinsleben, das er immer noch nicht vollständig kennengelernt habe. „Ich lerne viel Neues und bekomme viele neue Eindrücke“, sagte er. „Ich mache drei Kreuzzeichen, wenn das erste Jahr vorüber ist“. Die Wahl eines Präses für die Kolpingsfamilie verschiebe sich aber noch etwas, da solche Personalentscheidungen erst nach der Neubesetzung der Pastoralreferentenstelle getroffen werden könnten.


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