Nottuln

Sa., 28.08.2010

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Ein Jahr in der „Stadt der Liebe“

Die drei Abiturienten Lea Sprenger, Laura Kötter und Jan Hendrik Kühn (v. l.) werden ein Jahr in Paris verbringen. (Foto: Kathi Hoinkes)
Von Kathi Hoinkes

Nottuln - „Nous allons à Paris“, freuen sich die drei Nottulner Abiturienten Jan Hendrik Kühn, Laura Kötter und Lea Sprenger. Die 19-Jährigen werden in wenigen Tagen zu neuen Aufgaben als Zivildienstleistender beziehungsweise Au-pairs nach Paris aufbrechen und dort ein Jahr verbringen.

„Ich kann kaum erwarten, dass es losgeht“, strahlt Jan Hendrik Kühn. Während Laura Kötter und Lea Sprenger bereits am Montag im Zug Richtung Frankreich sitzen, fährt der Schapdettener Anfang September zunächst noch nach Berlin zu einem Vorbereitungsseminar seiner Organisation Aktion Sühnezeichen Friedensdienste (ASF). Doch am 11. September geht es dann auch für ihn endlich Richtung Eiffelturm.

Schon seit längerer Zeit plant Jan Hendrik Kühn sein Auslandsjahr in Paris. „Vor drei Jahren war ich im Hôtel Foyer le Pont in Paris und habe dort einen Freiwilligendienstler der ASF kennengelernt. Ich war direkt begeistert von der Organisation und der Möglichkeit, den Zivildienst hier zu absolvieren.“ So bewarb er sich im November 2009 bei der ASF und wurde Anfang 2010 zum Auswahlseminar eingeladen. Jetzt kann sich der 19-Jährige darüber freuen, seinen Zivildienst auch im Foyer le Pont, einem kleinen Hotel, das von der evangelischen Kirche getragen wird, in Paris leisten zu dürfen.

Hier hat er auch die Möglichkeit, kleine soziale Aktionen, wie zum Beispiel ein Essen mit Obdachlosen, zu organisieren. Ein Zivildienst der besonderen Art. Wohnen wird er allerdings nicht in dem Hotel, sondern in einer WG im wunderschönen Stadtteil Opéra, zusammen mit drei anderen deutschen Jugendlichen. Da stimmen alle Voraussetzungen für ein Jahr voller neuer Erfahrungen.

Lea Sprenger und Laura Kötter haben sich bei der Organisation „In via“, die auch einen Standort in Münster hat, beworben und verbringen ihr Jahr in einer Familie in Paris. Für die ehemaligen Französisch-Leistungskurslerinnen war klar, dass es ein französischsprachiges Land sein sollte, in dem sie nach dem Abitur ein Jahr verbringen wollten. „Ich wollte schon immer nach dem Abi erst mal ins Ausland gehen, eine kleine Auszeit vom ganzen Lernstress nehmen. Und Frankreich ist für mich halt ideal“, erklärt Laura Kötter.

Beide können sich für die Zeit danach auch ein Französisch-Studium vorstellen. „Nach dem Jahr wird Französisch bestimmt meine zweite Muttersprache sein“, lacht Lea Sprenger. Dies wird zusätzlich sicher auch noch die Sprachschule, die die beiden Mädchen zehn Stunden pro Woche besuchen werden, fördern. Aber auch jetzt schon haben die zwei kein großes Problem mit der Fremdsprache: „Ich habe schon mit meiner Gastfamilie telefoniert. Klar fehlen einem mal ein, zwei Wörter, gerade wenn man nervös ist, aber insgesamt wird das schon gut klappen“, ist sich Lea Sprenger sicher.

Im Gegensatz zu den beiden Französisch-Profis hatte Jan Hendrik Kühn nur zwei Jahre Französischunterricht am Gymnasium Nottuln. Er hat aber inzwischen einen dreiwöchigen Sprachkurs in Royan gemacht und fühlt sich nun auch der Sprache gewachsen.

Alle drei freuen sich jetzt darauf, ein Jahr an Eiffelturm und Seine, im Louvre und auf den Champs Elysées, eben in der „Stadt der Liebe“, zu verbringen.


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