Nottuln
Do., 05.08.2010
Zum Gedenken an Hiroshima und Nagasaki
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Nottuln - Am Freitag (6. August) jährt sich zum 65. Mal der Atombombenabwurf auf Hiroshima. Wie in den Vorjahren wird auch in Nottuln am Freitagabend dieser Katastrophe unvorstellbaren Ausmaßes gedacht.
Bürgermeister Peter Amadeus Schneider und die Friedensinitiative Nottuln (FI) laden gemeinsam zu einer Gedenkfeier um 22 Uhr an den Brunnen auf dem Stiftsplatz im Nottulner Ortskern ein. Zu Beginn wird mit einem fünfminütigen Geläut durch die Totenglocke der St.-Martinus-Kirche der Opfer des Atombombenabwurfes gedacht.
Anschließend werden Texte und Musik vorgetragen. Pfarrer Manfred Stübecke wird die Gedenkansprache halten. Bürgermeister Schneider wird von der aktuellen „Potsdamer Erklärung“ berichten, die beim diesjährigen Jahrestreffen der „Mayors for Peace“ verabschiedet wurde.
Lieder zum Mitsingen wird Moritz Hegemann auf der Gitarre begleiten. Die Moderation der kleinen Feier übernimmt Ursula Hülsbusch.
Einer Tradition in Japan folgend, werden zu Beginn der Gedenkfeier brennende Kerzen auf das Wasser des Brunnens gesetzt - als Zeichen der Erinnerung und der Trauer.
„Alle Bürgerinnen und Bürger sind zu dieser Feier eingeladen. Es wäre schön, wenn viele Teilnehmer auch Schwimmkerzen oder Teelichter mitbringen würden“, heißt es im gemeinsamen Aufruf von Bürgermeister und FI.
Am 6. August 1945 gegen 8.15 Uhr Ortszeit warf ein amerikanischer B-29-Bomber eine Atombombe auf die japanische Stadt Hiroshima ab. 580 Meter über dem Boden explodierte die Bombe mit etwa 13 Kilotonnen Sprengkraft, tötete 20.000 bis 90.000 Menschen sofort oder in kürzester Zeit und zerstörte 80 Prozent der Stadt. Viele Opfer wurden schwer verstrahlt und starben oder leiden bis heute noch an den Folgen. Diese Bombe, die zynischer Weise den Namen „Little Boy“ trug, war die erste von zwei Atomwaffen, die bis zum heutigen Tage in einem militärischen Konflikt zur Explosion gebracht wurden. Die zweite Bombe mit dem Namen „Fat Man“ wurde drei Tage später, am 9. August 1945, auf Nagasaki abgeworfen.
Die Gemeinde Nottuln - seit vielen Jahren Mitglied im Solidaritätsbündnis mit Hiroshima und Nagasaki - zeigt sich mit den Opfern solidarisch: Bürgermeister Schneider hat angeordnet, dass die Flaggen in Nottuln am Freitag auf Halbmast hängen.
Mit vielen Kollegen engagiert sich der Nottulner Bürgermeister in dem Solidaritätsbündnis als „Mayors for Peace“. Ziel des Engagements sei eine „Welt ohne Atomwaffen bis 2020!“ „Lassen Sie uns am Hiroshima-Tag ein positives und hoffnungsvolles Zeichen setzen“, lädt Bürgermeister Schneider die Gemeinde zur Lichteraktion ein.
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