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Vollblutmusiker mit „panischen“ Erfahrungen

Freitag, 09.01.2009, 17:01 Uhr

-lib- Ottmarsbocholt . Ein Musiker durch und durch ist er. Und bereits in der Schule zeichnete sich Peter Backhausens Werdegang ab: Musik, Kunst und Sport interessierten ihn. Die Beatles sieht er als den Hauptgrund an, dass er begonnen hat, selber Musik zu machen, sagt der Wahl-Ottmarsbocholter, der am nächsten Dienstag einen Kinderchor gründen möchte.

So startet er seine musikalische Laufbahn in der Schulband als Schlagzeuger, bevor er nach der Schulzeit am Konservatorium Schlagzeug, Klavier und Gitarre studierte. Im Anschluss daran hat er viel mit Peter Janssens auf verschiedenen Gebieten gearbeitet und in dessen Band gespielt, wobei eine Tournee nach Südamerika und die Mitgestaltung der Eröffnungsfeier der Olympischen Spiele 1972 zu den Highlights gehörten. Aufgrund seiner Liebe zur Rockmusik schloss er sich schließlich Udo Lindenberg und dem Panik-Orchester an und hat die Zeit der Konzerte und Tourneen sehr genossen, bis er wegen familiären Gründen aufhörte. Eine Goldene Schallplatte an seiner Wand erinnert noch an die aktive Zeit als Schlagzeuger mit dem Rockstar.

Mittlerweile jedoch konzentriert Backhausen sich auf seine Arbeit als selbstständiger Musikpädagoge, wobei er sich seit 15 Jahre besonders für die musikalische Frühförderung von Kindern im Rahmen der „Integrativen Kunst und Musikschule“ einsetzt und dort die künstlerische Leitung übernommen hat. So lernen die Kinder nun die verschiedenen Instrumente und musikalische Grundbegriffe kennen, um möglicherweise ihre Begeisterung für die Musik zu wecken.

Darüber hinaus widmet er sich noch seinen Schlagzeug- Keyboard- und Gitarrenschüler, spielt noch Platten in den unterschiedlichsten Musikrichtungen ein oder vertont seine selbst gemalten Bilder, so dass er auch seine zweite große Leidenschaft, die Kunst, mit der Musik vereinen kann.

Im Backhausen-Wohnzimmer steht die Stereoanlage neben der CD-Sammlung und dem Schlagzeug, über der Trommelsammlung hängt ein Klangspiel und neben dem Flügel liegt die Gitarre auf dem Sofa, so dass deutlich wird: Hier kann nur ein musikbegeisterter Mensch wohnen, der seine Kreativität auslebt. „Musik ist für mich alles“, betont er mit leuchtenden Augen.

„Jeder kann singen“, ist sich Peter Backhausen sicher. Und da er es schade findet, dass es in Ottmarsbocholt keinen Kinderchor gibt, gründet er nun selber einen. Die Mutter eines Schülers hatte ihn auf die Idee gebracht, und da er schon seit seiner Kindheit singe, habe er den Plan weiter gedacht, der auch von Pfarrer Ulrich Terlinden begrüßt worden sei. Lieder aus unterschiedlichen Musikrichtungen sollen eingeübt werden, aber festlegen möchte sich der Musikpädagoge noch nicht, da sich das Projekt erst entwickeln soll. Für Backhausen ist die Musik ein wichtiger Bestandteil in der Persönlichkeitsentwicklung. Er möchte Kindern, die Möglichkeit geben, einmal in der Woche mit anderen gemeinsam zu singen. Das erste Treffen, zu dem alle interessierten Kinder eingeladen sind, findet am Dienstag (13. Januar) um 18 Uhr im Pfarrheim statt.

Der „Musiker aus Leidenschaft“, wie er sich selbst sieht, ist stets offen für Neues und möchte nun, seine Freude an der Musik mit dem Ottmarsbocholter Nachwuchs teilen. Er hat in diesem Winter bereits mit den Sternsingern geübt und freut sich auf die neue Herausforderung mit dem Chor, der für vorwiegend Grundschüler gedacht ist, die Spaß am Singen haben. Vorkenntnisse sind nicht erforderlich.

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