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Vorbildlich: Bank-Sanierung zum Nulltarif

Donnerstag, 21.04.2011, 17:04 Uhr

Ottmarsbocholt - Wer an die Weltwirtschaftskrise 2008/2009 denkt, der weiß: Bank-Sanierungen sind sündhaft teure Angelegenheiten. Ganz anders ist das bei den 28 Bänken, die vom Heimatverein Ottmarsbocholt betreut werden: Da ist die Bank-Sanierung - pünktlich vor Ostern - sogar ganz zum Nulltarif abgeschlossen worden.

Denn frei nach dem Motto „Selbst ist der Mann“ hatte Herbert Brodherr Ende März begonnen, ehrenamtlich die Ärmel hochzukrempeln, um eine Bank nach der anderen wieder auf Vordermann zu bringen.

„Die Bänke stammen zum Teil aus den 70er Jahren. Das Holz ist ausgehärtet und man kann es nicht von Hand schleifen“, berichtet der 74-jährige Ottmarsbocholter Heimatfreund. Darum habe er sich ein Stromaggregat besorgt, um vor Ort mit Elektroschleifer und -bürsten Schmutz und morsches Holz zu entfernen. Anschließend wurde Holzlasur aufgetragen. Zwei bis drei Stunden habe jede der „Generalüberholungen“ gedauert, berichtet der Handwerker.

Die Zeit und die Arbeit habe er gerne geopfert. „Spaziergänger, Radfahrer und Jogger sollen vernünftig sitzen können, ohne sich den Anzug zu versauen. Dann können die Leute die Natur genießen und lernen unsere schöne Landschaft schätzen“, erklärt der Heimatfreund.

Die 28 Bänke - die meisten sind aus Eiche, einige aus Tanne - seien mit Hilfe von Sponsoren nach und nach angeschafft und rund um Ottmarsbocholt platziert worden, berichtet Bernhard Hutters . „Die haben sich im Laufe der Zeit vermehrt“, lächelt der Vorsitzende des Heimatvereins.

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