Mi., 22.06.2011

Senden „Denen helfen, die am Boden liegen“

Von Sigmar Syffus

Ottmarsbocholt - „Ich weiß, dass ich alleine die Welt nicht verbessern kann. Aber einer muss doch anfangen“, sagt Claudia Brüggemann . „Ich zünde die erste Kerze an. Und wenn wir einander das Licht weiterreichen, dann entsteht schließlich ein Lichtermeer“, beschreibt die Ottmarsbocholterin den Grundgedanken ihres Projekte „Tu Gutes mit Gutem“. Nach und nach möchte sie mit der uneigennützigen Hilfe Gleichgesinnter Geld sammeln und damit den Grundstein für eine Stiftung legen. Dann können Menschen auf unbürokratische Weise unterstützt werden. „Wo durch die große Politik alles so fürchterlich kompliziert geworden ist, möchte ich auf einfache Weise helfen“, sagt die Ottmarsbocholterin.

„Seit meiner Erblindung sehe ich vieles klarer“, sagt die 44-Jährige, die nach einem, wie sie sagt „langen Leidensweg“, Ostern 2003 schlagartig ihr Augenlicht verloren hat. „Es war super super schwer, als Sehende zu erblinden“. Den Tatendrang und den Willen, Menschen in Not helfen zu wollen, hat sie sich durch diesen Schicksalsschlag nicht nehmen lassen.

„Es darf nicht immer nur um die Großunternehmen gehen, der Mittelstand muss wieder hochkommen. Und es geht mir darum, das soziale Gleichgewicht in unserer Gesellschaft herzustellen“, erklärt die gelernte Groß- und Außenhandelskauffrau und nennt beispielhaft einige konkrete Ansatzpunkte: Ausbildung von jungen Leuten, denen Qualifikationen fehlen, Unterstützung von Kleinbetrieben, die ausbilden und Arbeitsplätze sichern, Hilfe für Menschen, „die am Boden liegen“, Unterstützung von Gnadenhöfen für Tiere.

Sie selber möchte sich nicht allein auf die Rolle der Initiatorin des Projektes „Tu Gutes mit Gutem“ beschränken, sondern sich gleich auf mehrfache Weise persönlich einbringen: als Promoterin und als Sängerin „Claudy“. Erlöse von Auftritten und durch den Verkauf einer geplanten CD sollen in den Grundstock einfließen. Eine weitere Idee: Claudia Brüggemann bietet Unternehmen an, eine „unverwechselbare Erkennungsmelodie“ einzusingen - so wie sie es bereits mit dem Lied „Touch me“ für das Luxus-Kreuzfahrtschiff „Sound of Music“ getan hat.

„Dass ich das alles nicht alleine schaffen kann, ist mir klar. Darum brauche ich Hilfe von Menschen, die sich in den Dienst der guten Sache stellen“, betont Claudia Brüggemann. So hofft sie zum einen auf die Unterstützung möglichst vieler prominenter Paten, mit deren Namen sie für das Projekt kostenlos werben darf. Kontakte bestehen bereits: „Ich habe einfach bei Patrick Lindner , Joy Flemming, Nicole und anderen Promis angerufen“, lächelt Claudia Brüggemann selbstbewusst. Gleichwohl hofft sie darauf, dass „sich immer mehr Menschen melden, die Hand anlegen und helfen möchten. Das fängt ganz langsam an“, sagt Claudia Brüggemann voller Zuversicht.

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