Florian I. verfehlte seine Wunschmarkte 111
So., 29.01.2012
Ein Prinz wiegt 106 Kilo Kamelle
Ungläubiger Blick auf die andere Seite der Prinzenwaage: Prinz Florian I. kann es nicht fassen, dass er schon bei 106 Kilogramm in die Höhe geht.
Ottmarsbocholt -
„Dann wollen wir mein Lebendgewicht mal auf den Prüfstand stellen“, kündigte Prinz Florian I. am Samstagmorgen den Ottmarsbocholter Jecken noch bevor es ernst wurde an. Naturgemäß liegen viele Wochen des Essens und Trinkens hinter dem obersten Jeck, ehe er beim Prinzenwiegen in Kamelle aufgewogen wird. So auch beim Prinzen der Ecke Broholt.
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Dem Vorsitzenden der KG Otti-Botti zufolge hat Prinz Florian zumindest für diesen Augenblick fleißig trainiert. „Beim Wagenbauen hast du immer gleich zweimal gegessen und zuhause lässt du auch nichts anbrennen“, fasste Johannes Möllers die Gewohnheiten des Prinzen zusammen. „Über 100 Kilo, sonst lohnt es sich nicht“, hatte sich das Narrenoberhaupt zum Ziel gesetzt. Doch die Wahrheit sollte erst die Balkenwaage ans Licht bringen.
Nachdem der Karnevalsprinz samt Zepter, Gewand und Narrenkappe Platz auf der einen Seite genommen hatte, wurde drüben auf der anderen Einiges an Bonbons parat gestellt. Unter lautem Getöse des Elferrats und aller anderen Jecken wurde Florian I. nun ein ums andere Paket in Bonbons aufgewogen.
Joachim Edelbusch vom Ottmarsbocholter Raiffeisen-Markt staunte jedenfalls nicht schlecht, als Florian Kolbe auch bei 100 Kilogramm die Bodenhaftung noch nicht verlor. Mit Unterstützung des Funkenmariechens Julia I. brachte er es auf 106 Kilogramm. Sein Ziel hatte er damit erreicht, doch die Traummarke von 111 Kilogramm knapp verfehlt.
„Das ist nur der Vorgeschmack auf die kommenden Wochen“, resümierte der Vorsitzende Möllers mit Blick auf die bevorstehende Prinzenproklamation und den Karnevalsumzug.
Die vom Raiffeisen-Markt gespendeten Kamelle werden zur Hälfte während der Schlüsselübergabe am Karnevalssonntag unter den angemeldeten Fußgruppen verlost und die andere Hälfte werfen Funkenmariechen Anke I. und Prinz Guido I. selbst in die Menge.