Ausstellung des Volksbundes Deutsche Kriegsgräberfürsorge

Do., 02.02.2012

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Brücken schlagen mit Geschichte

Ausstellung des Volksbundes Deutsche Kriegsgräberfürsorge : Brücken schlagen mit Geschichte

Geschichte lehren und aus ihr lernen: Die Schautafeln eignen sich auch als Ergänzung zum Unterricht. Bünyamin Aslan stellte die Arbeit des Volksbundes vor. Foto: dej

Senden - 

Eine Ausstellung des Volksbundes Deutsche Kriegsgräberfürsorge wurde gerade im Rathaus eröffnet. Sie wendet sich vor allem an Jugendliche und möchte die Ursachen von Vorurteilen, Feindschaft und Krieg erläutern.

Von Sandra De Jong

Mit dem Volksbund Deutsche Kriegsgräberfürsorge, haben die meisten Menschen höchstens einmal im Jahr zu tun, nämlich immer dann, wenn im Verein oder an der Haustür um Spenden gebeten wird. Was der Volksbund wirklich macht und wohin dieses Geld fließt, wissen die wenigsten, hat Bünyamin Aslan, Bezirksgeschäftsführer dieser Organisation in Münster, beobachtet. Mit dem Ziel, die vielfältigen Tätigkeiten des Volksbundes für Jugendliche anschaulich darzustellen, hat der VDK deswegen eine Ausstellung konzipiert, die im Augenblick überregional unterwegs ist. Bis zum 17. Februar ist sie im Foyer des Rathauses zu sehen.

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Im Rahmen der Ausstellungseröffnung war Aslan am Mittwochabend in Senden zu Gast, um einerseits die Aufgaben des Volksbundes und andererseits die Kernpunkts der Ausstellung vorzustellen. Seitens der Gemeinde begrüßten Alfons Winkelsett, Fachbereichsleiter Norbert Pelzer und Bürgermeister Alfred Holz die Gäste. Mit Hilfe eines Films klärte Aslan seine Zuhörer über die Zielsetzungen des Volksbundes auf, zu denen aktive Jugendarbeit, die Pflege des Kriegsgräber-Archivs, die Bearbeitung von Anfragen Angehöriger oder die „Work-Camps“ mit internationaler Jugendbegegnung gehören.

Die Ausstellung mit dem Titel „Was heißt hier Frieden?“ gehe jedoch noch viel weiter, führte Aslan aus: „Mit jedem Jahr wächst die Zeitspanne zum zweiten Weltkrieg, und junge Leute haben kaum noch Kontakt zu Zeitzeugen. Außerdem werden die Schulklassen immer heterogener, die Kinder bringen immer unterschiedlichere Hintergründe mit.“

Die Wanderausstellung will eine Brücke schlagen von der Lebenswelt der Jugendlichen bis hin zu historischen Zusammenhängen. „Die Arbeit mit der Vergangenheit hat viel mit der Gegenwart zu tun und reicht weit bis in die Zukunft“, so Aslan. Die drei großen Schautafeln bieten durch ihre Themenvielfalt – von Mobbing und Gewalt auf dem Schulhof über das Thema Vorurteile und ihre Ursachen bis hin zu kriegerischen Auseinandersetzungen auf der ganzen Welt – eine gute Ergänzung zu Unterrichtsreihen, lud Aslan insbesondere auch Schulklassen ein.

Ein weiterer Schwerpunkt liege auf der Mahnung und der Erinnerung an die Weltkriege. „Was unsere Jugendlichen letztlich erinnern werden, muss zwischen den Generationen ausgehandelt werden. Wir wollen mit der Ausstellung niemandem etwas klar machen, sondern wir möchten den jungen Menschen die Ursachen von Vorurteilen, Feindlichkeit, Gewalt und Krieg näher bringen, ihnen zeigen, was sie selbst dagegen tun können“.

Über die Homepage des Volksbundes können Leiter von Jugendgruppen oder Lehrer Unterrichtsmaterial rund um die Ausstellung oder allgemein zur Friedenspädagogik bekommen, machte Aslan auf weitere Angebote des Volksbundes aufmerksam und appellierte auch an Schulen, sich die kostenlose Wanderausstellung selbst einmal ins Haus zu holen.  

| www.volksbund.de


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