Kontrollen auf allen Straßen möglich
Di., 07.02.2012
Polizei nimmt Raser ins Visier
Offensive gegen Raser: Die Polizei intensiviert ihre Tempokontrollen, die die Beamten zuletzt häufiger auf der Münsterstraße durchgeführt haben.
Senden -
Die landesweite Offensive gegen Raser wird von der Kreispolizei mitgetragen. Auch in Senden müssen Autofahrer mit intensivierten Tempokontrollen rechnen.
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Es gefährdet alle – überall. Mit diesem Slogan geht die Polizei gegen zu hohes Tempo auf den Straßen vor. Noch mehr als sonst sollen Raser erwischt und spürbar zur Kasse gebeten werden. „Wir müssen Kräfte bündeln“, gibt NRW-Innenminister Ralf Jäger als Devise aus. Die Kreispolizeibehörde Coesfeld zieht bei der landesweiten Kampagne „Brems dich – rette Leben“ mit.
Am Freitag starten die Einsatzkräfte landesweit einen „Blitz-Marathon“, wie die Polizei die verstärkten Kontrollen selbst nennt. Doch auch am heutigen Mittwoch sollten Autofahrer das Gaspedal mit Feingefühl treten. Denn im ganzen Bereich der K 4 in Senden müssen sie damit rechnen, dass die Beamten mit mobilen Anlagen den Verkehr ins Visier nehmen. Die Kontrollen werden angekündigt, damit erst gar nicht der Unkenruf von der Wegelagerei und Abzocke aufkommt.
Nicht nur schutzwürdige Bereiche wie Schulen, Altenheime oder Kindergärten werden besonders überwacht. Um die Kontrollen mehr in die Fläche zu bringen, wird weniger Wert darauf gelegt, die flotten Fahrer an Ort und Stelle zu belehren, was Zeit und Personal kostet. Ihnen flattert also die Post mit Zahlungsschein direkt ins Haus.
Lehrgeld tut manchmal Not: „Zu schnelles Fahren ist der Killer Nummer eins“, betont die Coesfelder Polizei.
Die NRW-weit verstärkten Kontrollen werden mit steigenden Unfallzahlen begründet. Insgesamt war Senden von dem landes- und kreisweiten Anstieg bei Getöteten und Verletzten nicht betroffen, außer bei Radfahrern. Bei dieser Gruppe der schwachen Verkehrsteilnehmer wuchs das Risiko, auf der Straße durch einen Unfall verletzt zu werden.
Hier einige Unfallzahlen für 2011, in Klammern die Zahlen aus 2010:
► In Senden ereigneten sich 63 (65) Verkehrsunfälle mit Personenschaden. Dabei wurden zwei (2) Menschen getötet und 76 (87) Menschen verletzt.
► Als Fahrradfahrer wurden zwei (1) Menschen getötet und 28 (20) verletzt. In 2011 wurde kein (1) Fußgänger getötet, es wurden fünf (7) verletzt.
