„Trio Con Abbandono“ eröffnete Reihe der Rathauskonzerte

Mo., 06.02.2012

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Tango erstrahlte in schönen Farben

„Trio Con Abbandono“ eröffnete Reihe der Rathauskonzerte : Tango erstrahlte in schönen Farben

Das „Trio Con Abbandono“ bescherte den Besuchern des Rathauskonzertes einen inspirierenden Abend (v.l.): Claudia Iserloh, Beate Müller und Anne-Lise Cassonet Foto: -axe-

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Mit Klarinette, Akkordeon und Violoncello bescherte das „Trio Con Abbandono“ den Besuchern des ersten Rathauskonzertes der Saison einen inspirierenden Abend.


Man kann sich wohl keinen gelungeneren Jahresauftakt für die Sendener Rathaus-Konzerte vorstellen als den wirklich inspirierenden Abend mit dem „Trio Con Abbandono“.

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Ungewöhnlich von der Besetzung des Trio mit Klarinette, Akkordeon und Violoncello mögen einige reine Klassik-Liebhaber vielleicht am Anfang etwas skeptisch gewesen sein, aber auch ihre Herzen wurden von den drei sympathischen Künstlerinnen mit Leidenschaft und Esprit gewonnen. Denn ihr Musizieren war unter dem Aspekt von Virtuosität und Bravour auf höchstem spieltechnischen Niveau angesiedelt.

Aber die Klarinettistin Beate Müller, Akkordeonistin Claudia Iserloh und Violinistin Anne-Lise Cassonnet boten noch viel mehr. Sie machten mit ihrem leidenschaftlichen und ausdrucksstarken Spiel die Welt jenseits des reinen Notentextes zugängig. Schon beim „Otono porteno“ von Astor Piazzolla wurde sofort deutlich, dass sie sich in der Welt des großen Tango-Komponisten einfach zu Hause fühlten.

Die Instrumentenkombination schien für die konzertanten Tangos prädestiniert, solche Fülle an Klangfarben konnte die Schönheiten der Musik glänzen lassen. Ob beim weltbekannten „Oblivion“, dem unter die Haut gehenden „La Muerte del Angel“ oder dem lebendigen „Primavera Portena“ - beim „Trio con Abbandono“ passte einfach alles zusammen. Melancholie, Tristesse, Temperament und Intensität des argentinischen Tangos inspirierten, bewegten bei solch expressivem Spiel.

Die Musikerinnen ließen den „Tango Nuevo“ in einem ganz neuen Gewand erklingen. Das machte auf der einen Seite rein konzertanten Ansprüchen alle Ehre, hätte aber zu einem der legendären Tango-Salons im Münsteraner Schlosscafé genauso gepasst. Bei „La Cumparsita“ von Gerardo Matos Rodriguez fühlte man fast die Ochos und Ganchos des Tango.

Dass die Musikerinnen gerade das berühmte „El dia que me quieras“ aus dem großen Ouvres des berühmten Tango-Sängers und Liedkomponisten Carlos Gardel gewählt hatten, zeigte ihren Feinsinn und ihre Kompetenz in diesem so gefühlsbestimmten Metier. Ihre charismatische Ausstrahlung beim Spiel schuf einen intensiven Kontakt zum Publikum. Bereichernd wirkten selbst die humoristisch eingefärbten „Cats“ von Jean Noble oder die Ausflüge in die rasante tänzerische Welt des spanischen Komponisten Pedro Iturralde mit seinem „Pequena Czards“.

Bei der traditionellen „Klezmer-Suite“ verbanden die Musikerinnen Spielkunst mit liebevoller Hingabe. Wenn dann noch Johannes Strauß mit seiner „Tritsch Tratsch Polka“ für köstliches Vergnügen sorgte und sich die Musikerinnen beim „Säbeltanz“ von Aram Chatchaturian so richtig austoben konnten, war der Konzertabend einfach glänzen gelungen.


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