Zwischenbericht zum Klimaschutzkonzept

Mi., 01.02.2012

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Hoffnung auf Wind und Sonne

Zwischenbericht zum Klimaschutzkonzept : Hoffnung auf Wind und Sonne

Daten, Prognosen, Appelle: Carl Zeine, Geschäftsführer der ages GmbH Münster, erläuterte im Joseph-Haydn-Gymnasium den Zwischenbericht zum kommunalen Klimaschutzkonzept für Senden. Foto: epr

Bösensell - 

Die Arbeit am kommunalen Klimaschutzkonzept soll auf ein breiteres Fundament gestellt werden. Der Gutachter hofft auf mehr Beteiligung der Bürger bei der Ideenfindung und in der Praxis.

Von Elke Preisinger

„Jeder wird seinen Beitrag leisten müssen”, betonte Carl Zeine von der ages GmbH Münster vor seinem Zwischenbericht über das von der Gemeinde in Auftrag gegebene Klimaschutzkonzept. Damit drückte der Geschäftsführer der Gesellschaft für Energieplanung und Systemanalyse aber auch seinen Wunsch nach mehr Beteiligung und Ideen aus den Reihen der Sendener aus. Am Dienstagabend waren nur rund 50 Interessierte zum Bürgerforum in die Aula des Joseph-Haydn-Gymnasiums gekommen, etwa ein Drittel davon ohnehin Aktive der Agenda-Gruppe.

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Verbesserungsvorschläge für den Pendelverkehr nach Münster seien eine Möglichkeit, sich einzubringen, denn dahin gingen über die Hälfte aller Fahrten der 16 000 in Senden gemeldeten Kraftfahrzeuge, so Zeine.

Was den Energieverbrauch anging, stammt der aktuellste Stand der ages von 2008: über 70 Millionen Kilowattstunden haben die Sendener zu diesem Zeitpunkt an Strom verbraucht – laut Zwischenbericht relativ viel im Vergleich zu anderen Gemeinden.

Mit der schon „relativ ausgereizten Biomasse“ könne in Senden nur ein kleiner Teil abgedeckt werden, hätten Zahlen und auch Interviews mit Landwirten ergeben.

Mehr Potenzial bieten da Windkraft und Photovoltaik. Geeignete Plätze für Windkraftanlagen seien etwa südlich von Ottmarsbocholt und in Richtung Appelhülsen zu finden. Allerdings seien etwa zehn große Anlagen (185 Meter Höhe) nötig, um Senden energieautark zu machen. Dazu seien außerdem noch weitere Natur- und Vogelschutzdaten notwendig.

Interessanter klangen da die Zahlen über PV-Anlagen. Zeine und seine ages-Kollegen gaben an, dass Senden ein Photovoltaik-Potential von über 104 Millionen Kilowattstunden habe. Mehr als nötig. Und das „nur allein mit den besseren Flächen“, womit Zeine vor allem bereits versiegelte Flächen meinte, wie etwa große Parkplätze, die mit PV-Anlagen regelrecht überdacht werden könnten.

Diese Anlagen hätten außerdem den Vorteil, Arbeitsplätze in der Region zu halten beziehungsweise zu schaffen.

Alle Bürger, egal ob allein oder gerne auch als ganze Nachbarschaft, sind herzlich aufgefordert, aktiv das Klimaschutzkonzept mitzugestalten, hieß es.

► Das nächste Bürgerforum ist für Mitte März angesetzt. Auch die lokale Agenda-Gruppe lädt dazu alle Interessierten zu ihrem nächsten Treffen am 21. Februar ins Rathaus ein, um Pläne für eine lokale Energieversorgung beziehungsweise Klimaschutzideen für Senden zu konkretisieren. Zu diesem Treffen ist auch die ages GmbH aus Münster eingeladen.

Mehr Infos über den Stand des Klimaschutzkonzeptes. 

| www.senden-westf.de


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