Heimatverein verabschiedet Vorsitzenden Bernhard Hutters
„Leidenschaft für Ottmarsbocholt“

Ottmarsbocholt -

Nach 24 Jahren als Vorsitzender des Heimatvereins Ottmarsbocholt hat Bernhard Hutters das Amt in die Hände seines Nachfolgers Stefan Frie gelegt.

Sonntag, 15.04.2012, 12:04 Uhr

Heimatverein verabschiedet Vorsitzenden Bernhard Hutters : „Leidenschaft für Ottmarsbocholt“
Zum Dank für seinen unermüdlichen und leidenschaftlichen Einsatz im Heimatverein wurde Bernhard Hutters (3.v.r.) eine Blutbuche geschenkt. Diese soll nun am 26. April im Rahmen einer öffentlichen Zeremonie in den Grünanlagen auf der Horst einen Platz bekommen. Neuer Vorsitzender ist Stefan Frie (3.v.l.).  Foto: ure

Es waren Worte höchster Anerkennung, die Bernhard Hutters am Freitagabend zuteil wurden, als er nach rund 30-jähriger Vorstandsarbeit im Heimatverein – davon 24 Jahre als Vorsitzender – verabschiedet wurde. Denn der Heimatverein ist für ihn zum Lebensinhalt geworden.

Vielfältig sind die sichtbaren Ergebnisse seines Wirkens. Unermesslich sind die vielen Stunden, in denen er sich hinter den Kulissen für das Gemeinwohl einsetzte, wie Winfried Bertling in seiner Laudatio betonte. „Das war unglaublich.“ Denn: Was anderen verborgen blieb, habe er hautnah mitbekommen, weil er tagtäglich auf dem Hof von Bernhard Hutters gewesen sei, um seine dort untergestellten Pferde zu versorgen. Somit könne er sagen, wie eine Leidenschaft aussehe, wenn etwa Steine für den Bau des Backhauses von Hand abgepickt wurden. „Solche Menschen sind ein Juwel für unser Land“, sagte Bertling.

Dass Hutters „seine ganze Energie“ in den Heimatverein gesteckt habe und beim Bau des Backhauses „unermüdlich im Einsatz war“, wurde auf der Jahreshauptversammlung auch vom zweiten Vorsitzenden Werner Welslau in den Fokus gestellt. Weitere Beispiele seines Schaffens seien die Sammlung historischer land- und hauswirtschaftlicher Geräte, die Wiedererrichtung der Mariengrotte am früheren Krankenhaus, das Jallermann-Denkmal, der Baumlehrpfad am Dillenbaum, die Rettung der Gattersäge von der Stielfabrik Kovermann sowie als ganz besonderer Höhepunkt das 25-jährige Jubiläum im Jahre 2000.

Eine Blutbuche, welche am 26. April (Donnerstag) gegen 18 Uhr in einer öffentlichen Zeremonie an zentraler Stelle auf der Horst gepflanzt wird, „soll als bleibendes Zeichen an dein Lebenswerk erinnern“, so Welslau.

1988 trat Bernhard Hutters die Nachfolge des damaligen Vorsitzenden Theo Greive an. Vorher war er dessen Stellvertreter gewesen. Mitglied im Heimatverein ist er seit der Gründung. „Die Blutbuche wird mit ihren rötlichen Blättern einen wunderbaren Kontrast zum Einheitsgrün auf der Horst bringen“, stellte der bisherige Schriftführer Stefan Frie eine weitere Verschönerung dieser Anlage in Aussicht.

Auf Antrag von Ludger Höwische wurde Bernhard Hutters, der im Laufe des Abends wiederholt nach Fassung rang, von der Generalversammlung in den Stand eines Ehrenvorsitzenden erhoben.

Stefan Frie wurde von den 70 in der Gaststätte Lindfeld anwesenden Mitgliedern zum neuen ersten Vorsitzenden des Heimatvereins Ottmarsbocholt gewählt. Er kündigte sogleich an, dass er mit Blick auf sein fortgeschrittenes Alter das Ruder „maximal für eine Wahlperiode von drei Jahren“ übernehmen wolle.

Stefan Frie hofft, dass eines der Neumitglieder – von denen es im Vorjahr 15 gab – in absehbarer Zeit Verantwortung in der Vereinsführung übernimmt und ihn vorzeitig im Amt ablöst.

Das frei gewordene Amt des Schriftführers bekleidet neu Christian Klemmer. Josef Wieging wechselt vom zweiten Kassierer zum zweiten Schriftführer (bislang Stefanie Frie). Zweiter Vorsitzender bleibt Werner Welslau. Der erste Kassierer heißt unverändert Stephan Baumeister, Stellvertreterin wurde neu Marita Hibbe.

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