900 Gäste bei Infoveranstaltung
Rekord-Interesse an Glasfaser

Senden -

Als gutes Omen werten es die Gemeinde sowie die Anbieter, dass der Info-Abend zum Glasfaser-Ausbau großen Zuspruch fand. 900 Interessierte markieren einen Rekord.

Mittwoch, 04.02.2015, 22:02 Uhr

Volles Haus bei der Info-Veranstaltung in der Steverhalle. Als Anlaufpunkt für Interessenten wurde das Ladenlokal von Deutscher Glasfaser und HeLi-Net an der Münsterstraße eröffnet. Vermieterin und vormalige Nutzerin Mey Chhay steuerte Glückskekse zur Eröffnung bei, die mit Vertretern der Gemeinde, der Firmen und Bürgern gefeiert wurde.
Volles Haus bei der Info-Veranstaltung in der Steverhalle. Als Anlaufpunkt für Interessenten wurde das Ladenlokal von Deutscher Glasfaser und HeLi-Net an der Münsterstraße eröffnet. Vermieterin und vormalige Nutzerin Mey Chhay steuerte Glückskekse zur Eröffnung bei, die mit Vertretern der Gemeinde, der Firmen und Bürgern gefeiert wurde. Foto: di

Bleibt es ein Blick in die Glaskugel , die Zukunft der Glasfaser in Senden zu orakeln? Unterschriebene Verträge heimsten die Anbieter der schönen neuen Digitalwelt für Senden am Dienstagabend zwar noch nicht in großem Stil ein – das Interesse an der neuen Technik entpuppte sich aber als enorm: Rund 900 Bürger füllten die Steverhalle.

„Das macht Mut“, quittierte Bürgermeister Alfred Holz das große Echo in der Bürgerschaft. Der Rathaus-Chef äußerte die Hoffnung, „zum Erfolg zu kommen“.

René Fuchs , regionaler Projektleiter bei der Deutschen Glasfaser GmbH, verzeichnete einen Rekord: „Wow – mir fehlen die Worte“, kommentierte Fuchs die vollen Stuhlreihen.

Die Worte, um die Werbetrommel – für einen Quantensprung für Senden – zu rühren, fand er aber schnell wieder. Der Vertreter der Deutschen Glasfaser versprach „eine Technik, die auf Jahre nicht in die Knie gezwungen werden kann“.

Der Datenhighway per Lichtsignal funktioniere nicht nur in beide Richtungen vielfach schneller als konventionelle Kupferkabel, sondern auch zuverlässig – und biete die Grundlage für Anwendungen wie Digitales Fernsehen oder anspruchsvolle Heimarbeitsplätze. „Sie sind gerüstet für die Zukunft“, beteuerte Fuchs.

Er stellte auch die Wertsteigerung für Immobilien heraus, die an das schnelle Netz angeschlossen sind. Nicht nur Firmen, auch Familien schauten immer mehr, ob auch dieses Standortkriterium erfüllt sei.

Der Info-Point an der Münsterstraße wurde am Mittwoch eröffnet: Vermieterin und vormalige Nutzerin Mey Chhay übergab Glückskekse an Wirtschaftsförderer Sebastian Täger, Bürgermeister Alfred Holz, René Fuchs (Deutsche Glasfaser), Kämmerer Walter Hauschopp, Thomas Hageney als Bürger, der das Thema Glasfaser in Netzwerken besonders begleitet und Ralf Schütte (HeLiNet)

Der Info-Point an der Münsterstraße wurde am Mittwoch eröffnet: Vermieterin und vormalige Nutzerin Mey Chhay übergab Glückskekse an Wirtschaftsförderer Sebastian Täger, Bürgermeister Alfred Holz, René Fuchs (Deutsche Glasfaser), Kämmerer Walter Hauschopp, Thomas Hageney als Bürger, der das Thema Glasfaser in Netzwerken besonders begleitet und Ralf Schütte (HeLiNet) Foto: di

Senden könnte schon im laufenden Jahr mit den Pfunden des digitalen Zeitalters wuchern. Denn der Ausbau des Glasfasernetzes im Ortsteil Senden werde bis Ende 2015 über die Bühne gehen. Dafür, ergänzte Fuchs in einem Pressgespräch, stünden in diesem Fall zwei Generalunternehmer bereit.

Sie scharren nicht mit den Baggerschaufeln, sondern rücken mit einem neuen Verfahren an, bei dem die Kabel in rund 50 Zentimetern Tiefe unterhalb der Bürgersteige und Straßen verlegt werden. Eine Kolonne versieht alle Schritte in einem Rutsch: Pflaster hoch, Glasfaser rein, Pflaster drauf oder Asphaltdecke wieder geschlossen. Dieses Micro Trenching spare Zeit und Geld. Beim konventionellen Tiefbau würden rund acht Mal so hohe Kosten anfallen, erklärten René Fuchs und Ralf Schütte, Geschäftsführer der HeLi Net , am Mittwoch vor der Presse.

Man muss bei den Preisen an eine Schmerzgrenze gehen, um einen Markt zu erobern.

René Fuchs und Ralf Schütte

Voraussetzung dafür, dass die rund fünf Millionen Euro in den Ausbau gesteckt werden, ist, dass 40 Prozent der 5741 Haushalte im Ortsteil Senden ihren Telekommunikationsanbieter verlassen und zur Deutschen Glasfaser oder HeLi Net wechseln.

Es sei nicht einfach, „diesen umkämpften Markt zu erobern“, hieß es. Von diesem Ziel profitiert mindestens zwei Jahre der Kunde. Denn die beiden neuen Anbieter gehen bei ihren Tarifen „an die Schmerzgrenze“.

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Glasfaser bis ins Haus – die wichtigsten Fakten

► Bis zum 11. April muss die 40-Prozent-Quote erreicht werden.

► Für die Ortsteile Bösensell und Ottmarsbocholt soll noch in diesem Jahr ebenfalls die Nachfrage ermittelt und 2016 womöglich Glasfaser verlegt werden.

► Weitere Überlegungen beziehen sich auch auf die Außenbereiche. Gesondert werden die Gewerbegebiete betrachtet und beackert.

► Wer sich im Aktionszeitraum bindet, spart 750 Euro, die später für den Glasfaser-Anschluss bis ins Haus fällig werden. Wo und wie durch Bodenplatten, Außenwände das Kabel zum Übergabepunkt verlegt werden, sprechen Hausbesitzer mit dem Generalunternehmer ab. Örtliche Besonderheiten wie hohe Grundwasserstände führten beim Info-Abend zu einigen Fragen.

► Die Tarife beider Anbieter starten bei 34,90 beziehungsweise 34,95 Euro für Internetflatrate und Telefonanschluss. Während ein Anbieter eine Festnetz-Flat darin enthalten hat, ist beim anderen Up- und Downstream höher (100 Mbit/s gegenüber 500/Mbit/s). Mobilfunk oder TV kommen hinzu. Die Bereitstellungsgebühr beträgt 50 Euro.

► Bis die Kündigung beim bisherigen Provider vollzogen ist, ziehen Deutsche Glasfaser oder HeLiNet kein Geld ein, um Doppelkosten zu vermeiden (maximal zwölf Monate).

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