Fr., 13.03.2015

Spende für Aktion Hoffnungsschimmer Erst betroffen – dann aktiv

Stattlicher Erlös: Beim Sponsorenlauf sind 3738 Euro zusammengekommen. Die Summe wurde an Orhan Atalan (vorne, l.) und Stefan Benecke übergeben.

Stattlicher Erlös: Beim Sponsorenlauf sind 3738 Euro zusammengekommen. Die Summe wurde an Orhan Atalan (vorne, l.) und Stefan Benecke übergeben. Foto: dre

Havixbeck/Senden - 

Sie waren erschüttert, aber nicht erstarrt. Schüler der Münsterlandschule Tilbeck verfolgten die Erlebnisse der Angehörigen der Flüchtlingshilfe Hoffnungsschimmer und setzten mit ihrem Sponsorenlauf selbst ein Zeichen der Anteilnahme.

Ihre Bilder, Berichte und Begegnungen mit den Menschen in den Flüchtlingscamps im Südosten der Türkei bewegt das gesamte Münsterland . Im Januar wagte eine Delegation der Aktion „ Hoffnungsschimmer “ aus Senden und dem Münsterland eine Reise in das türkisch-syrische Grenzgebiet. Familien, aus denen Männer hingerichtet und Frauen versklavt wurden, Kinder, deren Lippen verstummt sind, seit sie die Gräuel von Terror und Krieg erlebt haben – die Eindrücke, die die Angehörigen von „Hoffnungsschimmer“ mitbrachten, versetzen nicht nur Erwachsene in ein Gefühl von Trauer und Fassungslosigkeit, sondern auch Schüler. Die Jahrgangsstufe vier bis sechs der Münsterlandschule im Stift Tilbeck, die 3738,50 Euro beim Sponsorenlauf erwirtschaftete, spendete den erlaufenen Betrag Donnerstagmorgen der Aktion „Hoffnungsschimmer“.

Orhan Atalan und der evangelische Pfarrer Stefan Benecke aus Senden, Mitglieder der Initiative, nahmen den Scheck freudestrahlend entgegen.

Im Vorfeld sahen die Jugendlichen den zwölfminütigen Film der Aktion „Hoffnungsschimmer“ aus dem Alltag der Menschen in den Camps.

Blanke Not und Perspektivlosigkeit: In Suruc an der türkisch-syrischen Grenze leiden die Flüchtlinge besonders.

Blanke Not und Perspektivlosigkeit: In Suruc an der türkisch-syrischen Grenze leiden die Flüchtlinge besonders. Foto: Dietrich Harhues

Im Januar hatte die Münsterlandschule Atalan und Benecke zu einem Informationsgespräch über die Reise in den Südosten der Türkei eingeladen. „Die Schüler waren sehr betroffen und wollten helfen“, stellte Schulseelsorger Ulrich Breitling-van de Pol heraus. „Mit der Spende wollen wir ein Zeichen der Hoffnung setzen.“

Künftig will die Bildungseinrichtung die Kooperation mit der Aktion „Hoffnungsschimmer“ weiter vertiefen. „Erste Überlegungen mit Orhan Atalan gehen dahin, eine Patenschaft mit einer Schule in Kobane zu übernehmen“, so Breitling-van de Pol. Vor allem traumatisierte Kinder könnten psychologisch unterstützt werden.

Breite Allianz der Hilfe

In der „Aktion Hoffnungsschimmer“ haben sich der deutsch-kurdische Freundeskreis Senden (DKFK), die Gesellschaft ezidischer Akademiker (GEA), die Pfarrer Klemens Schneider (St. Laurentius, Senden) und Stefan Benecke (evangelische Kirchengemeinde Senden), Bundestagsabgeordneter Karl Schiewerling und Bürgermeister Alfred Holz auf Initiative des stellvertretenden Generalvikars des Bistums Münster, Dr. Jochen Reidegeld, zusammengeschlossen. Spendenkonten: Volksbank Senden, IBAN: DE91 4006 9546 0000 3412 21, BIC: GENODEM1SDN oder bei der Sparkasse Westmünsterland, IBAN: DE40 4015 4530 0036 0974 00, BIC: WELADE3W.

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