Brand an Hartz Büschken
„Wirtschaftlicher Totalschaden“

Ottmarsbocholt -

Die Versicherung kommt für die Kosten für den Wiederaufbau der Schutzhütte an Hartz Büschken auf. Beim Aufräumen ist auch ehrenamtliches Engagement gefragt.

Dienstag, 21.04.2015, 22:04 Uhr

Die Schutzhütte an Hartz Büschken fiel einem Brand zum Opfer, der nicht nur Mitglieder des Heimatvereins entsetzte.
Die Schutzhütte an Hartz Büschken fiel einem Brand zum Opfer, der nicht nur Mitglieder des Heimatvereins entsetzte. Foto: di

Nach der offenbaren Brandstiftung an Hartz Büschken stuft die Feuerversicherung die Auswirkungen als wirtschaftlichen Totalschaden ein, sodass der Wiederaufbau in jedem Fall finanziell sichergestellt ist und auf den Heimatverein keine Kosten zukommen. Das teilte Heimatvereinsvorsitzender Stefan Frie auf der Generalversammlung mit.

Nach einer Begutachtung zusammen mit Klaus Mende vom Bauamt der Gemeinde geht er davon aus, dass das Mauerwerk erhalten werden kann. Das genaue Ausmaß der Schäden werde aber wohl erst nach einer Reinigung der Ruine mit Hilfe einer Sandstrahlanlage sichtbar werden. Dies gilt etwa für die Frage, wie tief sich das Feuer in die Eichenbalken hinein gebrannt hat. Bei der Front mit dem 200 Jahre alten Tennenbogen und bei dem Dach ist allerdings schon jetzt klar, dass es hier nichts mehr zu retten gibt.

Während bei den Aufräumarbeiten auch Freiwillige des Heimatvereins mit anpacken werden, wird die Wiederherstellung von Hartz Büschken an örtliche Handwerksbetriebe vergeben.

Eine Absage hat Frie übrigens an eine Gruppe von Kommissaren der Essener Polizei schicken müssen. Die wollten aber nicht dienstlich kommen, sondern rein zur Erholung. Hartz Büschken sollte Ziel eines neuerlichen Betriebsausflugs sein, nachdem andere Kollegen dies im letzten Jahr ausprobiert und anschließend auf der Dienststelle davon geschwärmt hatten. „Doch das können wir ja nun wohl knicken“, musste Schriftführer Christian Klemmer konsterniert feststellen. Wegen beruflicher Pflichten war sein Bericht vom Kassierer Stephan Baumeister vorgetragen worden.

►  Hinweise auf die Täter lägen bislang nicht vor, teilte Stefan Frie auf Fragen aus der Versammlung mit. Was die Pressestelle der Polizei gestern auf Anfrage der WN bestätigte. Offen lassen die Beamten bisher auch die Frage der Brandursache. Denn das Fahrzeug sei so sehr zerstört gewesen, dass sich keine Hinweise finden ließen, die hinreichend belegen, dass das Auto angezündet worden ist; ein technischer Defekt könnte ebenfalls nicht ausgeschlossen werden, lautet die Auskunft der Polizei.

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