Graffiti an der Marienkapelle:
Farbschmierer stellen sich der Polizei

Ottmarsbocholt -

Zwei Jugendliche, die im Verdacht stehen, die Marienkapelle am Dillenweg mit Farbe besprüht zu haben, haben sich bei der Polizei gemeldet und die Tat eingeräumt. Ein dritter tatverdächtiger Junge ist der Polizei ebenfalls bekannt.

Mittwoch, 12.08.2015, 16:08 Uhr

Ob es die Veröffentlichung im Online-Portal der Westfälischen Nachrichten war, die Empörung im Dorf oder schlichtweg das schlechte Gewissen, sei dahingestellt. Tatsache ist, dass sich zwei Jugendliche, die am Montagabend die Kapelle am Dillenweg mit Farbe besprüht haben, gestellt haben. Das bestätigte Ralf Storks auf Anfrage unserer Zeitung. „Die tatverdächtigen Jugendlichen, ein 16- und ein 17-Jähriger, haben sich am Dienstagabend gegen 19.15 Uhr auf der Wache in Lüdinghausen gemeldet“, berichtete der Polizeisprecher. Ein dritter tatverdächtiger 17-Jähriger sei der Polizei ebenfalls bekannt. „Das Mädchen, das am Tatort gesehen wurde, hat nach polizeilichen Kenntnissen dort wohl nur gesessen und war offenbar am Tatgeschehen nicht beteiligt“, sagte Ralf Storks.

Die Polizei prüft zurzeit, ob die drei tatverdächtigen Jungen neben dem Frevel an der Marienkapelle noch für weitere Schmierereien verantwortlich sind: „Am selben Abend ist in Ottmarsbocholt ein Clubheim mit Edding-Stiften bemalt worden“, berichtete der Polizeisprecher. Die Akte werde an die Staatsanwaltschaft weitergeleitet. Die müsse über Anklageerhebung und das geforderte Strafmaß entscheiden, wies Ralf Storks auf die weitere Zuständigkeit hin.

Über die Konsequenzen für illegale Graffiti informiert unter anderem das Online-Portal Polizei-Beratung. Demnach machen sich Sprayer wegen Sachbeschädigung strafbar und müssen bis zu 30 Jahre für entstandene Schäden aufkommen. Jugendlichen Tatverdächtigen im Alter zwischen 14 und 21 Jahren drohen nach dem Jugendgerichtsgesetz unter anderem sogenannte „Zuchtmittel“ wie Arbeitsauflagen (Sozialstunden) oder Jugend-, Freizeit-, Kurz- beziehungsweise Dauerarrest (insgesamt bis vier Wochen). Es können sogar Jugendstrafen in einer Jugendstrafanstalt verhängt werden.

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