So., 18.10.2015

„SchlossErwachen“ Denkmal ins Bewusstsein rücken

Beim „SchlossErwachen“ machten sich viele Besucher ein Bild vom Denkmal und den Plänen der neuen Eigentümer.

Beim „SchlossErwachen“ machten sich viele Besucher ein Bild vom Denkmal und den Plänen der neuen Eigentümer. Foto: kwh

Senden - 

Der Förderverein von Schloss Senden stellte das Denkmal und die Arbeit der neuen Eigentümer vor, die das Anwesen als Ort der Kultur und der Begegnung nutzen wollen.

Von La

Eine große Besucherschar und selbst die Sonne ließ es sich nicht nehmen, zum „ SchlossErwachen “ am Samstag das alte Gemäuer mit Leben zu füllen. Nachdem das Schloss nun seit Dezember in den Händen des Fördervereins Schloss Senden e.V. ruht, hatte dieser zur Eröffnung eines neuen Kapitels in der Geschichte des mehr als 500 Jahre alten Baudenkmals Sendens eingeladen.

Ein vielfältiges Programm von Vorträgen, Schlossführungen, über Kinderschminken bis hin zu abendlichen musikalischen Schmankerln hatte der Förderverein auf die Beine gestellt, um die Neugierigen vom Wert des Schlosses zu überzeugen.

Im Rahmen der Eröffnung stellte Wolfgang Voosholz als Vorsitzender des Fördervereins heraus, dass sich in den vergangenen Monaten bereits einiges rund um Schloss Senden getan habe und nicht nur das Dach dicht, sondern darüber hinaus auch nahezu alle Fenster verglast seien. Zugleich zeigte er daran auf, wie die „hiesigen Handwerksbetriebe sofort Feuer und Flamme sind, sagen ‚wir helfen mit‘ und sich in das Schloss-Projekt einbringen“. So sei beispielsweise im Frühsommer das Material für die rund 100 ausgebesserten Scheiben gesponsert worden.

Einige erste große Schritte wurden somit bereits vollzogen, doch Dr. Martina Fleßner zeigte als Geschäftsführerin des Fördervereins auch auf, welch spannender und mühsamer Weg noch vor dem Schloss liegt. Ziel sei es das Gebäude, das in der Vergangenheit keine denkmalgerechten baulichen Veränderungen erfahren hat, Schritt für Schritt denkmalgerecht wiederherzustellen. Dies erfolge nicht zuletzt über historische Recherchen in verschiedenen Archiven, um dann für die einzelnen Elemente, wie zum Beispiel die Eingangstür, die Treppe oder die Fenster Restaurierungskonzepte vorzulegen. Während in den vergangenen Monaten erste Sicherungsmaßnahmen im Vordergrund standen, um beispielsweise der extremen Wassereinbrüche Herr zu werden, steht nun die denkmalgerechte Rekonstruktion der Fenster und Türen an, um die Hülle des Schlosses angemessen zu sichern.

Langfristig ist es das Ziel des gemeinnützigen Vereins, das Schloss zu einem kulturellen Begegnungsort für Senden zu entwickeln. Dafür sei es auch wichtig, die Besonderheit dieses Baudenkmals ins Bewusstsein zu rücken. Das seit Ende der 1980er Jahre unter Denkmalschutz stehende Schloss wird vom Denkmalpflegeamt nicht zuletzt wegen seiner Entstehung als hochwertig eingestuft. „Das Schloss ist exemplarisch für die fortschreitende bauliche Weiterentwicklung von Herrenhäusern in dieser Region und sein vielfältiges Ensemble unterstreicht den hohen Wert“, begründet Fleßner die Besonderheit des Schlosses.

Dies sei auch ausschlaggebend für die Schirmherrschaft des Direktors des Landschaftsverbandes Westfalen-Lippe (LWL) Matthias Löb gewesen, der das Vorgehen des Fördervereins zur Wiederbelebung des Schlosses unterstützt.

Wolfgang Voosholz erklärte, dass für die nächsten zehn Jahre geplant sei, wesentliche Teile des Schlosses vernünftig nutzbar zu machen, um hier ein Kulturzentrum und eine Ausbildungsstätte für Jugendliche im Denkmalschutz entstehen zu lassen. Er möchte dafür begeistern, dass das „Schloss ein Highlight für Senden ist und das Wenige, was als historischer Bausubstanz Sendens geblieben ist, wiederherstellen“.

Leserkommentare

Google-Anzeigen

immomarkt.ms Anzeigen

Wohnungen, Häuser, Grundstücke und gewerbliche Immobilien aus Ihrer Region

Anzeige


http://event.yoochoose.net/news/705/consume/10/2/3574917?categorypath=%2F2%2F84%2F61%2F93%2F104%2F166%2F