Heimatverein Ottmarsbocholt
Erfolg aus geballtem Engagement

Ottmarsbocholt -

Der Heimatverein Ottmarsbocholt feierte sein 40-jähriges Bestehen. Bei der Bilanz schwang durchaus ein Quäntchen Stolz mit. Denn die Lebensqualität in dem Ortsteil wird von ihm mit geprägt – und Spuren im Bild des Dorfes hat er reichlich hinterlassen.

Montag, 09.11.2015, 17:11 Uhr

Zum 40. Geburtstag begrüßte der erste Vorsitzende Stefan Frie viele Mitglieder und Gäste im Saal Lindfeld – darunter Alfred Holz, der besonders geehrt wurde.
Zum 40. Geburtstag begrüßte der erste Vorsitzende Stefan Frie viele Mitglieder und Gäste im Saal Lindfeld – darunter Alfred Holz, der besonders geehrt wurde. Foto: kwh

Jallermann-Figur, Spieker und Hartz Büschken gehören sicherlich zu Ottmarsbocholt wie der Karneval – in einer Feierstunde zum 40. Geburtstag blickte der Heimatverein unter anderem auf diese Spuren zurück, die er im Dorf hinterließ. Am Sonntag nutzen Gründungsmitglieder, der aktuelle Vorstand und Gäste die Gelegenheit auf die 40-jährige Vereinsgeschichte des Ottmarsbocholter Heimatvereins zurückzublicken.

Mit dem Ende der Selbstständigkeit Ottmarsbocholts war am 29.12.1974 die Idee entstanden einen Verein zu gründen, der die Förderung der Heimatpflege, Heimatgeschichte und des Brauchtums übernimmt. Heimatvereinsvorsitzender Stefan Frie erläuterte in seinem Rückblick auf die Vereinsgeschichte, dass die kommunale Neugliederung und damit verbundene Einordnung in die Gemeinde Senden mit vielen Ängsten und Sorgen verbunden war, denen nun teilweise entgegengewirkt werden sollte.

In dem durch die Diagruppe anschaulich bebilderten Vortrag wurde gezeigt, wie der Verein von 1975 bis 1988 unter der Leitung von Theo Greive zunächst die Grillstation „Hartz Büschken“ errichtete, darauf folgten die Marienkapelle am Dillenweg und zusammen mit den Schützenvereinen die Errichtung eines Mahnmals für die letzten Kriege auf dem Friedhof.

Im Jahr 1987 folgte der Abriss des Spiekers in Aldenhövel und der Wiederaufbau auf der Horst .

Im Jahr 1988 übernahm Bernhard Hutters für rund 24 Jahre die Leitung des Heimatvereins. In dieser Zeit wurde unter anderem das Jallermann-Denkmal errichtet, die Renovierung der Mariengrotte und der Baumlehrpfad realisiert sowie in mehr als 3000 Arbeitsstunden das Backhaus am Spieker aufgebaut.

Auch die letzten Großprojekte zur Gestaltung des Brunnens an der Kirche sowie der Wiederaufbau von Hartz Büschken nach dem Brand im Jahr 2012 und die Errichtung der Remise auf der Horst in diesem Jahr wurden im Rückblick nicht vergessen.

Bürgermeister Sebastian Täger bedankte sich für dieses umfassende tatkräftige Engagement. Er wertete den Heimatverein als einzigartige Erfolgsgeschichte, die zugleich zeige, wie die vorbildliche Zusammenarbeit zwischen bürgerschaftlichem Engagement und kommunaler Verwaltung funktionieren kann. Dabei versprach er auch in Blickrichtung zu Alt-Bürgermeister Alfred Holz diese Kooperation fortsetzen zu wollen.

Dieser wurde anschließend für die konstruktive und Zusammenarbeit in den vergangenen 16 Jahren durch den aktuellen Vorstand des Heimatvereins geehrt.

Ebenso hob der Vorstand Bobby Wiedeier und Horst Feck für ihr Engagement zur Foto-Dokumentation des Dorflebens hervor. Seit nunmehr 38 Jahren und nach mittlerweile rund 20 000 Fotos freuten sie sich über die Anerkennung und warben zugleich um fotobegeisterte Mitstreiterinnen und Mitstreiter, die Interesse haben sich an der fotografischen Arbeit der sogenannten Diagruppe zu beteiligen.

Abschließend wurde Heinrich Volle für seinen 40-jährigen Einsatz als Motor des Heimatvereinsbeirat geehrt, der sich vermutlich noch an jeden Stein des Spiekers, Backhauses und von Hartz Büschken erinnern kann.

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