In Ottmarsbocholt leuchten Engelskirchener Engel:
Himmlische Zeiten am Spieker

Ottmarsbocholt -

Beim Ottmarsbocholter Weihnachtsmarkt am 28. November (Samstag) lässt der Heimatverein seine neu erworbenen Engelskirchener Engel am Spieker und am Backhaus zum ersten Mal „offiziell“ leuchten.

Freitag, 27.11.2015, 15:11 Uhr

Ließen den Engel am Spieker leuchten: Karl-Heinz Westphal (v.l.), Heimatvereinsvorsitzender Stefan Frie, und Sponsor Manfred Löhr.
Ließen den Engel am Spieker leuchten: Karl-Heinz Westphal (v.l.), Heimatvereinsvorsitzender Stefan Frie, und Sponsor Manfred Löhr. Foto: sff

Spieker und Backhaus in Ottmarsbocholt haben in diesem Jahr einen neuen Schmuck zur Advents- und Weihnachtszeit erhalten: Zwei „Original Engelskirchener Engel“ wurden als dekorative Weihnachtsbeleuchtung aufgehängt. Der Engel am Giebel des Spiekers ist 1,50 Meter groß, die kleinere Variante ziert das Backhaus. Die Familie Löhr, Mitglied des Heimatvereins Ottmarsbocholt, sponserte den größeren, den anderen zahlte die Vereinskasse. Beim Weihnachtsmarkt mit Adventscafé am heutigen Samstag (28. November) ab 15 Uhr sollen die Engeln den einheimischen nd auswärtigen Gästen auf den rechen Weg zur Horst und in den Spieker leuchten.

Hinter den prägnanten Engelfiguren steckt eine interessante Geschichte, berichtet Stefan Frie, Vorsitzender des Heimatvereins Ottmarsbocholt: Im Jahr 2006 bauten Schüler der Hauptschule Ründeroth in der Gemeinde Engelskirchen einen fast vier Meter hohen leuchtenden Engel für ihre Stadt. Die Aktion wurde ein Erfolg, und weitere Engel folgten. Schließlich war die Nachfrage so groß, dass man mit der Produktion kaum noch nach kam. Der 2010 gegründete Engel-Verein übernahm die Vermarktung.

Was als spontane Idee in der Hauptschule Ründeroth begann, ist zu einem Wahrzeichen und Vorzeigeprodukt für die Gemeinde Engelskirchen geworden und hat zwischenzeitlich von der regionalen zur überregionalen Bedeutung gefunden, weiß Stefan Frie. Nicht nur an vielen Häusern in Engelskirchen, sondern auch in der Umgebung und in den Vororten von Köln findet man zur Weihnachtszeit die Engelfigur, die europaweiten Markenschutz genießt.

Der Engelverein hat die Produktion, den Verkauf und die Verbreitung des Engels übernommen. Diesen gibt es inzwischen in den verschiedensten Ausführungen – vom Tischengel für Teelichter und Schlüsselanhänger bis zum fünf Meter hohen Aufstellengel.

Inzwischen gibt es in der Gemeinde sogar das erste Deutsche Engelmuseum. Grundlage ist die Engelsammlung von Johann Fischer aus Kürten-Engeldorf, die der Gemeinde 2009 geschenkt wurde. Die Sammlung wird auf circa 15 000 Teile geschätzt und wurde 1997 als weltweit größte Engel-Sammlung in das Guinness-Buch der Rekorde aufgenommen.

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