Heimatverein Ottmarsbocholt spendet der Tafel 120 Stutenkerle:
Etwas Teig und ganz viel Liebe

Senden/Ottmarsbocholt -

Mit traditionellen Zutaten, viel Liebe und ganz ohne Zusatzstoffe haben die Bäcker des Heimatvereins Ottmarsbocholt 120 Stutenkerle für die Kinder der Tafel-Kunden gebacken. Mit weiterem Backwerk zum Nikolaustag werden auch noch die Mädchen und Jungen der Davertschule beglückt.

Donnerstag, 03.12.2015, 15:12 Uhr

120 Stutenkerle für die Kinder der Sendener Tafel-Kunden überreichten Bernd Thole (2.v.l.), Karl-Heinz Westphal (2.v.r.) und Stefan Frie (r.) an Theo Stahl (l.) und Peter Klingelhöfer (Mitte).
120 Stutenkerle für die Kinder der Sendener Tafel-Kunden überreichten Bernd Thole (2.v.l.), Karl-Heinz Westphal (2.v.r.) und Stefan Frie (r.) an Theo Stahl (l.) und Peter Klingelhöfer (Mitte). Foto: sff

Es wird nach guter alter Tradition gebacken im Ottmarsbocholter Backhaus. „Da sind keine Zusatzstoffe drin. Nur Mehl, Buttermilch, Hefe, Margarine und Rosinen werden verwendet.“ Das betonen Karl-Heinz Westphal, Bernd Thole und Stefan Frie, die am Donnerstag 120 Stutenkerle für die Kinder der Sendener Tafel-Kunden gebacken haben.

Dass neben den Zutaten auch eine ganze Menge Arbeit, Liebe und Herzblut in dem goldgelben Backwerk steckt, erwähnen sie nicht. Das ist eine Selbstverständlichkeit für die Männer, die schon morgens um 7 Uhr den alten Steinofen mit Kaminholz befeuert haben. Anschließend wurden 16 Kilogramm Hefeteig zu Stutenkerlen verarbeitet. „Auch die sind ganz traditionell, aber ohne Pfeife – rauchen ist nicht mehr zeitgemäß. Dafür haben sie kindgerecht einen langen Bart aus süßen Streuseln“, lacht Stefan Frie.

In Sachen Stutenkerl haben die Bäcker des Heimatvereins schon kräftig Erfahrung gesammelt. Nicht allein, weil sie mittlerweile im vierten Jahr die Kinder der Tafel beschenken. Alle Jahre wieder backen sie auch für Sankt Nikolaus. 240 Stutenkerlen waren es anlässlich des Ottmarsbocholter Weihnachtsmarktes am vergangenen Samstag.

Doch damit der Stutenkerle nicht genug: Für das Frühstück der Davertgrundschule vor dem Nikolaustag sollen noch zehn Riesenkerle und 50 weitere im Normalformat aus dem Steinofen wandern.

Am Donnerstagmittag holten Peter Klingelhöfer und Theo Stahl mit dem „Glücksbringer“-Transporter das Gebäck für die Tafel ab. Es wurde am selben Tag an die Familien mit Kindern verteilt.

Um die wachsende Arbeit besser bewältigen zu können, braucht die Sendener Tafel noch Fahrer. Zurzeit sind mit dem „Glücksbringer“-Transporter im Wechsel insgesamt 14 Ehrenamtliche on Tour.

Von Montag bis einschließlich Samstag werden Geschäfte in Senden und Umgebung angefahren, um dort Lebensmittelspenden abzuholen.

► Ein Fahrer/Beifahrer-Team sei in der Regel einmal wöchentlich drei bis vier Stunden im Einsatz, berichtet Peter Klingelhöfer, Vorstandsmitglied der Tafel. Einmal im Monat werden die Touren bei einer Fahrersitzung in Absprache mit den Ehrenamtlichen eingeteilt.

Wer die Tafel als Fahrer unterstützen möchte, kann sich direkt bei Peter Klingelhöfer informieren, ✆ 01 79-576 97 98.

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