So., 24.01.2016

Prinzenproklamation mit Bütt, Parodie, Musik und Tanz: Mit sieben Ecken geht es närrisch rund in Otti-Botti

Prinz Daniel I. und Funkenmariechen Sabine II. begrüßten die Närrinnen und Narren in der voll besetzten Festhalle Vollmer.

Prinz Daniel I. und Funkenmariechen Sabine II. begrüßten die Närrinnen und Narren in der voll besetzten Festhalle Vollmer. Foto: Dieter Klein

Ottmarsbocholt - 

Mit einem bunten Programm aus Bütt, Parodie, Musik und Tanz feierten die sieben Ottmarsbocholter Ecken ihr Prinzenpaar Daniel I. und Sabine II. Gleichsam sorgten die aktiven Jecken für ausgelassen Stimmung in der Festhalle Vollmer bei der Prinzenproklamation.

Von Dieter Klein

Der Samstagabend mit der Prinzenproklamation (Pripro) in Ottmarsbocholt bestätigte es aufs Neue: „Otti-Botti“ schmiegt sich wie eine schimmernde Perle im ansonsten zumeist grauen Dunst der fünften Jahreszeit Westfalens. Oder, um es närrisch zu umschreiben: Tünnes und Schäl hocken unter einer Kölner Rheinbrücke. „Du, Tünnes‘“, meint der Schäl, „Deine Frau bedrücht uns!“ „Ich weiß“, antwortet der traurig. „Die künne mer verjesse. Dä Kääl kütt us Otti-Botti. . .!“

Ganz anders formulierte es Prinz Daniel I. neben seinem bezaubernden Funkenmariechen Sabine II. bei der Pripro: „Willst du Karneval erleben – Otti-Botti lässt es beben. Otti ist für seinen Karneval weithin bekannt, einmal im Jahr wird der Ort überrannt.“

Wie am Samstag. Wenn auch die Festhalle Vollmer nach außen hin wenig Charme versprüht, harrte eine dichte Traube von köstlich maskierten Narren und eingefärbten Närrinnen im Nieselregen schon vor Beginn der Einlasszeit draußen aus – bis die „Schöpfer des Abends“, die Karnevalsgesellen, die Tore zur Stätte des närrischen Frohsinns öffneten.

Dann ein Moment der Offenbarung: Die Halle ebenso bunt geschmückt wie illuminiert. Die Gesellen in Höchstform. Das Programm eine Mischung aus „Himbeereis mit Pfeffer“. Das Prinzenpaar – wie schon erwähnt – ein „Sechser mit Zusatzzahl“ und der Elferrat (vor allem die schnuckeligen Haremsdamen) hätte auch im Mainzer Schloss für Aufregung gesorgt.

Dazu leisteten sich die ‚Gesellen mit Alexander Lindfeld sogar einen echten (Ex-)Prinzen als Hofmarschall. Und der lief zu Höchstform auf. Ebenso wie der glänzende junge Gesellenchef Maximilian Hibbe. Über Conférencier Carsten Schemmer noch Worte zu verlieren, hieße Wasser in den Kanal kippen. Er ist und bleibt das „(M)Ass aller Dinge am Mikro“!

Dann die Akteure: „De Dansmüskes“ - ob 6. oder später auch die 5. Generation – einfach zauberhaft. Oder die „Trulla Trienen“. Frage eines Zuwanderers: „Wer hat diesem bestechend aussehenden ‚Model-Rudel‘ eigentlich so einen hässlichen Namen verpasst? Die hätten selbst im ‚Lido‘ Beifall bekommen.“

Zu den närrischen Herren der Schöpfung. Zuerst Dominik Bickeböller: jung, frech, quicklebendig. Eine echte Bereicherung im erlauchten Kreis der Alt-Narren. Eine Bank für Otti-Bottis närrische Zukunft. Genau so wie Andreas Wichmann, Marius Greive, Markus König und Florian Kolbe als Angela Merkel, Jogi Löw, und das selbst im Himmel noch qualmende Duo „Loki und Smoky“ (Loki und Helmut Schmidt). Das närrische Volk tobte und rieb sich die Tränen aus den Augen.

Mit dem Gesangstrio Guido Volle, Uwe Horstmann und Tobias Alder stieg die Stimmung zum Höhepunkt und das Volk auf die Tische. Glücklicherweise trübten weder ein Pastor, sonst ein Sittenwächter die tolldreisten Schweinigeleien.

So rundete sich ein großer Karnevalabend. Nicht ohne den farbenprächtigen Spielmannszug. Und nicht ohne den Dank des Prinzen an sein Volk und die „Sieben feiernden Ecken, mit denen es in Otti-Botti immer rund gehen wird.“ Runder geht’s nicht!

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