Sa., 02.07.2016

Gemeinde gewährt Zuschuss für Sanierungsmaßnahme Finanzspritze für das Schloss

Wir aufgepäppelt: Die Restaurierung der Gebäudehülle von Herrenhaus und Rombergtrakt kann dank des Zuschusses der Gemeinde bald beginnen.

Wir aufgepäppelt: Die Restaurierung der Gebäudehülle von Herrenhaus und Rombergtrakt kann dank des Zuschusses der Gemeinde bald beginnen. Foto: Andreas Krüskemper

Senden - 

Die Gemeinde Senden wird sich mit einem Zuschuss von 133 000 Euro an den dringendsten Sanierungsmaßnahmen an einem Teilabschnitt des Schlosses beteiligen, die vor allem dem Schutz vor eindringendem Regenwasser dienen sollen.

Von Ulrich Reismann

Dieser am Donnerstagabend einstimmig gefasste Beschluss des Haupt- und Finanzausschusses ist Voraussetzung dafür, dass bereits bewilligte Fördermittel der Deutschen Stiftung Denkmalschutz in Höhe von 124 000 Euro abgerufen werden können.

Das Gesamtvolumen dieses ersten Sanierungspakets ist auf 323 000 Euro veranschlagt, der noch ungedeckt bleibende Teil in Höhe von 66 000 Euro wird vom Eigentümer, dem Schloss Senden e.V., über Eigenmittel bestritten.

Für die CDU betonte Sascha Weppelmann , dass man hier erst am Anfang eines langen Weges stehe und mit den jetzigen Reparaturen noch keine nutzbaren Räume geschaffen würden. Mit Blick darauf, dass die Gemeinde im Arbeitskreis Haushaltskonsolidierung sei, dürfe nicht von vornherein erwartet werden, dass eine Entscheidung 2017 wieder genauso ausfalle.

Achim Peltzer ( SPD ) zeigte sich erleichtert: Mit der heutigen Abstimmung sei endlich „das von Vielen lange erwartete Signal gekommen, dass die Gemeinde hinter dem Schloss steht – so gut sie will“. Angesichts der Ankündigung seines Vorredners von der CDU, zukünftige Zahlungen schon jetzt mit einem Fragezeichen zu versehen, müsse man mal abwarten, wie nachhaltig das sei. Er hoffe jedenfalls, „dass sich daraus eine gewisse Dynamik entwickelt.“

Für die Grünen stellte Philipp Scholz klar, dass es „keinen Persilschein“ gebe und man Anträge des Schloss-Vereins jedes Jahr erneut prüfen werde. Auch bei ihm gab es ein gewisses Aufatmen wegen des Abstimmungsverhaltens der CDU. „So schwer, wie die sich in der Vergangenheit getan hat, hätte ich solch ein einmütiges Ergebnis noch vor einigen Wochen nicht erwartet.“

Thomas Hageney (UWG) lobte die „sehr professionelle Vorgehensweise“ der neuen Eigentümer, die es durch ihre Initiative erst ermöglicht hätten, staatliche Fördermittel zu generieren. Bürgermeister Sebastian Täger bewertete den Erwerb durch den Verein, welcher auf der Sitzung durch Dr. Franz Waldmann und Dr. Martina Fleßner vertreten war, als eine Initialzündung, wodurch die lange überfälligen Sanierungsarbeiten nun endlich in Gang gebracht worden seien. Er sei immer der Überzeugung gewesen, dass der Erhalt des Schlosses nur auf der Basis privaten Engagements gelingen könne – mit Unterstützung der Gemeinde. Der heute gewährte Zuschuss „ist nicht nur eine Anerkennung, sondern auch ein Vertrauensvorschuss“.

Bei den jetzt anstehenden Baumaßnahmen handelt es sich um die Restaurierung der Gebäudehülle von Herrenhaus und Rombergtrakt einschließlich der Türme. Der Verein hatte auch mit aktiver Wirtschaftsförderung in Senden geworben, da die Aufträge weitestgehend örtlichen Firmen erteilt werden sollen. Weppelmann merkte noch an, dass über den Bundestagsabgeordneten Karl Schiewerling womöglich noch weitere Fördergelder akquiriert werden könnten.

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