„Kollekte fürs Diadem
Königin darf Shoppen gehen

Venne -

Ein eindrucksvolles Spiegelbild von Gemeinschaft und Zusammenhalt stellte am Sonntagvormittag die Generalversammlung der St. Johannesbruderschaft Venne dar.

Montag, 27.03.2017, 09:03 Uhr

Locker und souverän  führte der Vorsitzende Michael Löbke (3. von links) durch die Generalversammlung der Venner Johannesbruderschaft. Die amtierende Königin Jessica Radünz wird demnächst Ausschau nach einer neuem Diadem halten, um beim nächsten Schützenfest in diesem Sommer ihrer Nachfolgerin einen leichteren Kopfschmuck, der angenehmer zu tragen ist, übergeben zu können.
Locker und souverän  führte der Vorsitzende Michael Löbke (3. von links) durch die Generalversammlung der Venner Johannesbruderschaft. Die amtierende Königin Jessica Radünz wird demnächst Ausschau nach einer neuem Diadem halten, um beim nächsten Schützenfest in diesem Sommer ihrer Nachfolgerin einen leichteren Kopfschmuck, der angenehmer zu tragen ist, übergeben zu können. Foto: ure

Ein eindrucksvolles Spiegelbild von Gemeinschaft und Zusammenhalt stellte am Sonntagvormittag die Generalversammlung der St. Johannesbruderschaft Venne dar, zu der Vorsitzender Michael Löbke 35 Schützen begrüßte. Die hatten sich nach dem Gottesdienst in der Venner Kirche auf den Weg nach Ottmarsbocholt machen müssen: Da die Gaststätte Venner Moor infolge eines beabsichtigten Umbaus nicht mehr zur Verfügung steht, wurde auf die Gaststätte Kallwey ausgewichen. Deren Pächter Tina Brüse und Uwe Bockholt werden im Sommer zum zweiten Mal das Venner Schützenfest begleiten. Am 23. Juni wird beim Vogelschießen ein Nachfolger für das amtierende Königspaar Andreas „Andy“ Wessel und Jessica Radünz gesucht. Wenn man diverse Wortmeldungen auf der Versammlung richtig deutet, dann ist ein Mangel an Anwärtern nicht zu befürchten.

In einem Punkt wird die neue Königin dann buchstäblich entlastet werden. Nämlich bei jenem Schmuckstück, welches ihren Kopf ziert: dem Diadem. Der bisherige Stirnreif ist aus Metall und deshalb relativ schwer. Jessica sprach das daraus resultierende Problem offen an: Er sei „unbequem zu tragen“. Hinzu kommt, dass der Kopfschmuck merklich in die Jahre gekommen ist. Aus den Achtzigern stammt er – und weist mittlerweile deutliche Abnutzungserscheinungen auf: An einer Stelle ist das Metall durchgebrochen. Für den Vorsitzenden Michael Löbke war der Fall klar: Für die nächste Königin muss eine neue Zierde her. Und das nimmt die amtierende Regentin in die Hand. Damit sie aber auch wirklich zum Shoppen losfahren kann, braucht sie natürlich auch Geld. Das arrangierte Löbke auf seine Art: Was in der Kirche der Klingelkorb ist, das war hier jetzt ein Tablett, das nun nicht zum Transport von Biergläsern diente, sondern zum Einsammeln von Geld.

Auf den nachbarschaftlichen Ratschlag vom Ex-Vorsitzenden der Ottmarsbocholter Johannesbruderschaft, Andreas Brodherr, hin wird nun überlegt, sich eventuell eine Kunststoff-Variante anzuschaffen. Da die nicht nur ein ausgesprochenes Leichtgewicht ist, sondern auch preislich deutlich günstiger liegt als eine Metall-Ausführung, würde die „Kollekte“ sogar für mehrere Diademe reichen. Dann könnte eine Königin je nach ihrem persönlichen Geschmack unter unterschiedlichem Design auswählen.

Des Weiteren freute sich Andreas Löbke, sechs Neumitglieder willkommen zu heißen: Florian Eickenbusch, Christopher Möllers, Karl-Georg Schulze Tomberge, Marcel Pastrik, Martin Sibum und Uwe Bockholt. Rund 150 Mitglieder zählt die Johannesbruderschaft in ihren Reihen. Die Kasse wird im nächsten Jahr von Jörg Hillmoth und Kersten Laubrock geprüft. Die Fahnenstangen an der alten Schule sind restauriert worden, sodass man da jetzt auch wieder Fahnen hissen kann. Das Zelt für das Schützenfest wird dieses Mal von der Firma Mengelkamp gestellt. Im schützenfestfreien Jahr 2016 war die Premiere des Tauziehens ein voller Erfolg gewesen – ideell wie auch finanziell. Rückblickend dankte Reinhard Schmiing dem Vorstand für seine diesbezüglichen Inspirationen.

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