Mo., 25.01.2016

Gymnasiasten lernen Fertigung mit 3D-Drucker kennen: Projekt mit Zukunftsdimension

Begutachteten gemeinsam die gedruckten Büstenköpfe: Künstlerin Annette Wittkamp-Fröhling (v.l.), Lehrer Michael Fels, der Vorsitzende der Bürgerstiftung, Bernhard Krämer, und die Teilnehmer des Projektkurses Michael Bücker, Lutz Volmering, Marlies Reher, Christopher Finke, Kim Gerwing, Viktoria Wolzenin, Lucas Hintze, Christine Hoffmann und Max Suelmann.

Begutachteten gemeinsam die gedruckten Büstenköpfe: Künstlerin Annette Wittkamp-Fröhling (v.l.), Lehrer Michael Fels, der Vorsitzende der Bürgerstiftung, Bernhard Krämer, und die Teilnehmer des Projektkurses Michael Bücker, Lutz Volmering, Marlies Reher, Christopher Finke, Kim Gerwing, Viktoria Wolzenin, Lucas Hintze, Christine Hoffmann und Max Suelmann. Foto: lor

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Als eine von wenigen Schulen in Deutschland verfügt das Joseph-Haydn-Gymnasium über einen 3D-Drucker. In einem Informatik-Projekt haben Schülerinnen und Schüler Büstenköpfe originalgetreu nachgebildet.

Von Louis Rauert

Ganz gleich, ob in der Automobil- oder der Baubranche, ob bei der Fertigung maßstabgetreuer Prototypen oder der industriellen Produktion von Einzelteilen: 3D-Drucker sind Maschinen, die nahezu alles herstellen können und im Vormarsch sind. Angesichts der Vielseitigkeit dieser Technologie wird gar von einer neuen „technischen Revolution“ gesprochen. Als eine von wenigen Schulen in Deutschland verfügt das Joseph-Haydn-Gymnasium über einen (kleinen) 3D-Drucker, der im Fachbereich Informatik/Technik eingesetzt wird. Schülerinnen und Schüler können damit industrielle Verfahren nahezu authentisch nachvollziehen.

Schon am Tag der offenen Tür (WN berichteten) zog der laufende 3D-Drucker zahlreiche Blicke auf sich. „Irgendwie besteht eine gewisse Faszination für die neue Technologie“, sagt Lehrer und Projektkursleiter Michael Fels. Kein Wunder – denn auch in Zukunft führt kaum ein Weg daran vorbei, wie Lucas Hintze und Viktoria Wolzenin, die jetzt die Ergebnisse aus dem Projektkurs „Additive Fertigungstechnik“ präsentierten, bestätigten: „Das Ganze muss sich zwar noch entwickeln, wird allerdings künftig zum Beispiel in der Medizin und vielen technischen Berufsbereichen immer mehr Verwendung finden.“

Neun angehende Abiturienten hatten sich seit den Osterferien mit dem Gerät auseinandergesetzt und dabei sowohl eigene Konstruktionen skizziert, diese ins räumliche transformiert und schließlich gedruckt, als auch – statt sie selbst am Computer zu erstellen – real existierende Gegenstände eingescannt. Letzteres mit Hilfe des neuen 3D-Scanners, dessen Anschaffung durch die Initiative der Bürgerstiftung Lüdinghausen und ihres ersten Vorsitzenden Bernhard Krämer ermöglicht wurde. Eine Bedingung hatte Krämer dafür allerdings an den Projektkurs gestellt: Die Bürgerstiftung wollte einige der Büstenköpfe vom Kapitelweg nahe der Burg Vischering im Miniaturformat.

Gesagt, getan. Und die Ergebnisse der Projektgruppe können sich sehen lassen, obwohl es beim Scannen und Drucken der Büsten das ein oder andere Problem gab – mal guckte die Nase zu weit nach links, mal überlappten sich Randbereiche zweier Scans und generell wollten die Originalfarbtöne nicht so wirklich aufs Druckobjekt. Doch schließlich konnten ein erstaunter Bernhard Krämer und die lächelnde Künstlerin Annette Wittkamp-Fröhling die Büsten von Lambert von Oer zu Kakesbeck, Christoph Bernhard von Galen, Ritter von Haake zu Patzlar, Maria von Droste zu Vischering sowie von Freiherr von und zum Stein als kleine, wohnzimmertaugliche Figuren in ihren Händen halten.

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