So., 16.10.2016

Mittelalterfest der OGS Bösensell und des Ökumenischen Jugendtreffs: Kämpfende Ritter und feuerspuckende Gaukler

Mit spektakulären Aktionen wie Feuerspucken und Schwertkampf zogen die Gäste der „Wittener Drachenreiterei“ die Kinder in ihren Bann.

Mit spektakulären Aktionen wie Feuerspucken und Schwertkampf zogen die Gäste der „Wittener Drachenreiterei“ die Kinder in ihren Bann. Foto: Angela Weiper

Bösensell - 

Im Rahmen des Ferienprogramms begaben sich 38 Kinder der Offenen Ganztagsschule (OGS) Bösensell auf eine Reise zurück ins Mittelalter. Beim Abschlussfest erlebten sie Ritter der „Wittener Drachenreiterei“, altertümliche Händler und Gaukler.

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Metall auf Metall. Es klirrt laut und heftig. Immer wieder. Ritter Endreß von Middelhofen hat beide Hände voll zu tun, um die Schwertschläge des siebenjährigen Joren zu parieren. Der Junge führt die Waffe, als hätte er nie etwas anderes gemacht. Ein um das andere Mal versucht er, Endreß in die Enge zu treiben. Dafür gibt es viel Applaus von der Zuschauermenge, die von Henk, dem Knappen des Ritters, stets auf Abstand gehalten wird.

Am Freitagnachmittag kehrte das Mittelalter für ein paar spannend schöne Stunden nach Bösensell zurück und ließ für Kinder und Erwachsene ein Stück Geschichte lebendig werden.

Die 38 Kinder der OGS (Offene Ganztagsschule) Bösensell feierten zusammen mit ihren Eltern, Freunden und OGS-Betreuern ein Mittelalterfest auf dem Pausenhof der Grundschule. Organisiert wurde die Veranstaltung von der OGS Bösensell und dem Ökumenischen Jugendtreff Senden.

Der Schwertkampf stand dabei vor allem bei den Jungen hoch im Kurs. Sie konnten gar nicht genug von dieser Art des Kräftemessens bekommen, bei dem echte Schwerter – ohne die gefährliche Spitze – zum Einsatz kamen. Während die Kinder die gut ein Kilo schwere Waffe ausprobieren durften, trug Ritter Endreß, der im normalen Leben Guido Middelhoff heißt, 27 Jahre alt ist und aus Witten kommt, ein Schwert mit einem Gewicht von knapp zwei Kilogramm Gewicht.

„So schwer sind damals auch die echten Schwerter gewesen“, berichtete Middelhoff. Er gehört der fünfköpfigen Wittener „Drachenreiterei“ an, die diesen Nachmittag zusammen mit dem Gaukler Robby, der aus Wuppertal angereist war, und dem Wikinger Per Römson gestaltete. Schwertkampf, Feuerspucken und Jonglage, Märchen und Geschichten erzählen, Hellseherei, Schmuck basteln und Filzen. Dazu Händler wie Wikinger Per (Peter Bernhardt aus Herne), der deutlich machte, dass die Wikinger nicht nur brutale Eroberer waren, sondern durchaus friedlich mit Salz und Silber handelten.

Mit dabei war auch die OGS-Betreuerin Birgit Speckmann, die eine Fellhändlerin darstellte und die alte Handarbeitstechnik des Nadelbindens vorführte.

Als sehr neuzeitlich stachen da die von Eltern betriebene Kaffee- und Kuchenbar und der bei den Mädchen beliebte Schminkstand ins Auge, den Lea Teuwen vom Ökumenischen Jugendtreff Senden betreute.

„Das Mittelalterfest ist Höhepunkt und Abschluss einer Mittelalterwoche, die parallel auch in der Marienschule stattfand“, berichtet Lea Teuwen. Die Mittelalterwoche, in der sich die Kinder der OGS während der Herbstferienbetreuung intensiv mit dieser Zeit beschäftigten, sowie das Abschlussfest waren eine gelungene Premiere. Eine solche Zusammenarbeit zwischen Ökumenischem Jugendtreff und OGS hatte es bislang noch nicht gegeben, erläuterten Birgit Speckmann und Lea Teuwen, beide übrigens ausgewiesene Mittelalter-Fans. „Die Resonanz auf das Projekt war einfach toll, auch seitens der Eltern“, resümieren Teuwen und Speckmann und betonen, dass sie diese Form der Zusammenarbeit gerne fortsetzen möchten: „Wir bleiben dran.“

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