Di., 18.10.2016

Brasilianische Tänzer im „Vivo“ Leidenschaft und Lebensfreude aus Lateinamerika

Voller Einsatz: Frevo zu tanzen verlangt Konzentration und Kondition, merkten die „Vivo“-Gäste.

Voller Einsatz: Frevo zu tanzen verlangt Konzentration und Kondition, merkten die „Vivo“-Gäste. Foto: di

Senden - 

Sie brachten Temperament, Leidenschaft und Lebensfreunde mit: Die Tanzformation „Saber viver“ aus Recife brachte den Gästen im „Vivo“ die ersten „Frevo“-Schritte bei.

Von Dietrich Harhues

Jony zählt auf deutsch die Schritte und wiederholt deren Abfolge immer wieder. Die Choreographie ist dem Coach seit Kindstagen in Fleisch und Blut übergegangen. Für seine Schülerinnen und Schüler, die sich im „Vivo“ auf die Spuren des Frevo begeben, verlangt die Bewegung im Rhythmus der Musik hingegen einige Konzentration ab. Lateinamerikanische Klänge drangen am Dienstag aus dem Jugendzentrum an der Hiddingseler Straße.

„Manches ist leicht, manches etwas schwerer“, fasst Ruben seinen Eindruck von der Tanzstunde zusammen. Dem Zwölfjährigen macht es Spaß, etwas lateinamerikanische Luft zu atmen. Dass mit der Formation „Saber viver“ der „Companhia Danca Nativos“ aus Recife Jugendliche aus Brasilien ihre Musik, ihren Tanz und ihre Lebensfreude mitgebracht haben, spornt ihn an. Der Gast im „Vivo“ findet es überzeugender, Frevo von Einheimischen zu lernen.

Wobei gilt, das Frevo sowohl für den Tanz als auch die Musik steht. Der Name ist vom Wort Kochen abgeleitet, was auf Tempo und Stimmung bereits umschreibt.

Die brasilianischen Besucher in Senden, die an mehreren Standorten im Münsterland Station machen, vermitteln mit dem auch konditionell fordernden Bewegungen auch eine Grundhaltung: sich zu lockern, entkrampft und optimistisch auf das Leben zuzugehen. Was gelang. Denn: „Am Anfang waren sie noch ziemlich schüchtern“, resümiert Trainer Jony über den Tanz-Nachwuchs. Doch als dieser sich der Musik geöffnet habe, wurden er besser.

Zweieinhalb Monate ist „Saber Viver“ als Gast der Kinder-Kulturkarawane in Deutschland. Der kulturelle Austausch soll ohne moralischen Zeigefinger auch für Probleme in Südamerika sensibilisieren: von Armut bis Umweltzerstörung.

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