Mi., 19.10.2016

Umfangreiche Kanalsanierung bis ins zweite Quartal 2017: Großbaustelle in der Schliekhege

Einer Mammutaufgabe muss sich Marcus Schmidt in den kommenden Monaten Stellen: Insgesamt 1092 Meter des Kanalsystems in der Schliekhege müssen in offener Bauweise saniert werden.

Einer Mammutaufgabe muss sich Marcus Schmidt in den kommenden Monaten Stellen: Insgesamt 1092 Meter des Kanalsystems in der Schliekhege müssen in offener Bauweise saniert werden. Foto: sff

Senden - 

Die Sanierung der maroden Regen- und Schmutzwasserkanäle in der Schliekhege beginnt in der nächsten Woche. Dort ist mit Verkehrsbehinderungen bis ins zweite Quartal 2017 zu rechnen. Auf die Anwohner kommen Gebühren in Höhe von voraussichtlich rund 175 000 Euro zu.

Von Siegmar Syffus

Der Zahn der Zeit hat mächtig an den Regen- und Schmutzwasserkanälen der Schliekhege genagt – die rund 40 Jahre alten Rohrleitungen sind marode. Da ist sich Marcus Schmidt, Mitarbeiter der Sendener Bauverwaltung, sicher. Denn: „Die 3657 Meter langen Kanäle und Leitungen sind komplett mit einer Videokamera befahren und inspiziert worden“, sagt der Bauingenieur. Es bestehe dringender Sanierungsbedarf. Aus diesem Grund rücken in der kommenden Woche Bagger und sonstige Baugeräte in dem Wohngebiet in Senden-West an.

Von den Tiefbauarbeiten, die sich voraussichtlich bis ins zweite Quartal des kommenden Jahres hinziehen werden, sind insgesamt 78 Anwohner direkt betroffen. Das ist der gesamte Bereich der Schliekhege zwischen Holtruper Straße und Droste-zu-Senden-Straße.

„Je nach Bauabschnitt wird es dort zu partiellen Verkehrsbehinderungen kommen“, kündigt Marcus Schmidt an, der sich als Projektleiter einer Mammutaufgabe stellen muss. Denn neben der Baustellenaufsicht fungiert er auch als Ansprechpartner für die Nachbarn der Schliekhege.

„In offener Bauweise werden 1092 Meter saniert. Dazu müssen die alten Kanäle ausgebaut und abgefahren werden. Die neuen Kanäle und Leitungen müssen dann angeliefert und verlegt werden“, verdeutlicht der Bauingenieur den Umfang der anstehenden Arbeiten.

Hinzu kommen noch Teilsanierungen und 102 Meter Kanalabschnitte, die in geschlossener Bauweise auf Vordermann gebracht werden. Dazu wird mit Harz getränktes Trägermaterial, wie zum Beispiel Glasfaser, formschlüssig in das vorhandene Rohr eingebaut.

„Die alten Leitungen haben ungefähr 40 Jahre auf dem Buckel. Das ist nach dem damaligen Stand der Technik normal“, ordnet der stellvertretende Fachbereichsleiter Klaus Mende die Schadenssituation ein. Die heute verwendeten Materialien sollten deutlich beständiger sein, hofft Mende.

Für Fragen und Anregungen Kritik ist Marcus Schmidt unter ✆ 0 25 97 / 699-310 erreichbar.

175 000 Euro werden auf Anwohner umgelegt

Die Sanierung der Schmutzwasserkanäle schlägt voraussichtlich mit rund 255 000 Euro zu Buche. Weiter 310 000 Euro fließen in die Erneuerung der Regenwasserkanäle. Dritte Kostenposition sind die Anschlussleitungen bis zur Grundstücksgrenze der einzelnen Häuser. Die Schätzkosten in Höhe von 175 000 Euro werden auf Basis der Gebührenordnung auf die Anwohner umgelegt.„Wie hoch die Beträge im Einzelnen sind, hängt vom jeweiligen Sanierungsaufwand ab“, erläutert Klaus Mende.

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Je nach Bauabschnitt wird es zu partiellen Verkehrsbehinderungen kommen.

Marcus Schmidt über die Folgen der Kanalsanierung in der Schliekhege

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